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Sozial-Kaufhaus erweitert sich

Altwarmbüchen Sozial-Kaufhaus erweitert sich

Aus zwei Läden werden drei: Das soziale Kaufhaus „2. Heim Art“ hat seine Räume An der Riehe in Altwarmbüchen erweitert.

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Katja Jelinek steht im Sozial-Kaufhaus hinter dem neuen Buchtresen.

Quelle: Jarolim-Vormeier

Altwarmbüchen. Nun präsentiert das Kaufhaus seine gebrauchten Bücher in einem modern eingerichteten Antiquariat – unter dem Titel "abgestaubt“. Interessierte Besucher können sich den neu eingerichteten Raum und auch die anderen zwei Läden am Tag der offenen Tür am Dienstag, 22. November, von 14 bis 16 Uhr anschauen.

Als der bisherige Nachbar, das "Lesenest“, im August ins Altwarmbüchener Zentrum zog und somit das alte Ladengeschäft leer zu stehen drohte, hat sich der "2. Heim Art“-Betreiberverein Caspo kurzerhand überlegt, den angrenzenden Laden an die bereits zwei bestehenden anzubinden. "Reichlich Bücher lagerten bei uns im Keller, und die Auswahl beschränkte sich auf Belletristik“, berichtet Geschäftsführerin Katja Jelinek.

Deshalb haben die ehrenamtlichen Helfer zwei Wände durchbrochen und den neuen Raum gestrichen, Regale aufgestellt und diese anschließend mit reichlich Lesestoff gefüllt. "Inzwischen stehen hier auch Krimis, historische Romane, Hobby- und Kochbücher sowie einige Literaturklassiker“, sagt die Geschäftsführerin. Stolz ist sie auch auf den selbst kreierten Tresen – natürlich aus Büchern gebaut. Neu im Sortiment werden ab Mitte November Fair-Trade-Produkte wie etwa Kaffee, Tee und Schokolade sein. Noch vor Weihnachten soll es nach Angaben von Jelinek im neuen Laden eine Lesung geben.

Das ist aber nicht der einige Bereich, den der Verein in diesem Jahr verändert hat. Neu ist auch die Beratungsstelle "Grata“ für Flüchtlinge und Migranten. Eine Sozialarbeiterin, finanziert vom Land Niedersachsen, kümmert sich um die Flüchtlinge. Laut Jelinek hat sich die Einrichtung bereits herumgesprochen und wird auch sehr gut angenommen.

Das soziale Kaufhaus "2. Heim Art“ ist mittlerweile fester Bestandteil von Altwarmbüchen. Mit drei Mitarbeiterinnen startete Jelinek 2010 in einem kleinen Geschäft an der Straße An der Riehe. Inzwischen sind mehr als 25 ehrenamtliche Helfer im stetigen Einsatz – und bereits zwei Jahre später hatte sich der Laden verdoppelt und nun sogar verdreifacht.

Nach wie vor sucht "2. Heim Art“ ehrenamtliche Helfer, die das Team unterstützen. "Mein Ideal wäre pro Schicht, jeweils vormittags und nachmittags, vier Mitarbeiter zu beschäftigen“, sagt Jelinek. Ganz soweit ist es aber noch nicht.

Von Frank Walter

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