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Ausschuss schiebt Pilotprojekt an

Isernhagen Ausschuss schiebt Pilotprojekt an

Ist die Einführung von Ganztagsschulen die Lösung für die fehlenden Hortplätze in Isernhagen? Mit dieser Frage hat sich am Dienstagabend der Schulausschuss befasst. Eine Elternbefragung soll erste Ergebnisse liefern.

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Die Eltern aus Isernhagen sollen befragt werden, welche Schulform und welche Betreuungszeiten sie sich für ihre Grundschulkinder wünschen.

Quelle: Symbolbild

Isernhagen. Trotz zahlreicher Hortplätze an jeder Schule und Ergänzungsangeboten durch Fördervereine und die Volkshochschule reicht das Angebot in Isernhagen nicht aus, um alle Grundschüler, die einen Bedarf anmelden, zu versorgen. „Eine 100-prozentige Versorgung kann es im Hort nicht geben“, betonte Amtsleiterin Silvia Voltmer im Schulausschuss am Dienstagabend. Auch der Erste Gemeinderat Frank Niemeier machte deutlich, dass eine bauliche Erweiterung der Horte nicht zur Debatte stehe: „Der Hort wird gerade einmal für ein paar Stunden am Tag genutzt. Dafür können wir nicht neu bauen.“ Schade sei, dass das Landesjugendamt nicht genehmige, dass Horte die Räume der Grundschulen nutzen – die ab mittags frei stehen. „Hortkinder dürfen ausschließlich in einem Hort betreut werden.“

Mit der Einführung von Ganztagsschulen wiederum könne laut Voltmer ein großer Teil aufgefangen werden. „Wir haben viele Eltern, die ihre Kinder nicht bis 17 Uhr im Hort lassen, sondern deutlich früher abholen.“ Eine Ganztagsschule, die in der Regel bis 15 Uhr betreut, würde da meist ausreichen. Wer wirklich auf Grund seiner Berufstätigkeit längere Betreuungszeiten brauche, könne – so der Verwaltungsvorschlag – den Hort als Ergänzung nutzen.

Geplant ist jetzt, die Eltern aus F.B., N.B. und K.B. zu befragen, welche Betreuungszeiten sie brauchen und welche Schulform sie präferieren: eine offene, eine teil- oder eine vollgebundene Ganztagsschule. Je nach Art könnten die Grundschüler freiwillig oder tageweise verpflichtend das Nachmittagsangebot nutzen. Bei der Suche nach einer Grundschule für das Pilotprojekt fiel die Entscheidung auf N.B.: Die Schule bietet genügend Platz. In Neuwarmbüchen steht das Gebäude unter Denkmalschutz, in Altwarmbüchen muss vorab die Standort-Frage entschieden werden, „in Kirchhorst und H.B. können sich die Schulleiter im Moment nicht vorstellen, diesen Schritt zu gehen“, erklärte Voltmer.

Der Schulausschuss stimmte einhellig für die Befragung und das Pilotprojekt. Sollten die Eltern es wollen, wird laut Verwaltung im Anschluss eine Planungsgruppe für das Konzept einberufen – erst dann können Kosten und Umfang der notwendigen Baumaßnahmen ermittelt werden.

Von Carina Bahl

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