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Startschuss für die Sanierung des Zentrums

Altwarmbüchen Startschuss für die Sanierung des Zentrums

Mit der Veröffentlichung der Sanierungssatzung im Amtsblatt der Region hat die Gemeinde jetzt offiziell den Startschuss für die Umgestaltung des Altwarmbüchener Zentrums gegeben. Ab sofort steht Projektleiter Ulf-Bernhard Streit allen Grundeigentümern für Fragen und Beratungen zur Verfügung.

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Ulf-Bernhard Streit betreut als Projektleiter die Sanierung des Zentrums.

Quelle: Frank Walter

Altwarmbüchen. "Jetzt kommt endlich Dynamik rein“, ist Isernhagens Bauamtsleiterin Heike Uphoff erleichtert. „Das ist der absolute Startschuss“ ergänzt Projektleiter Ulf-Bernhard Streit. „Das“, das ist die am Donnerstag veröffentlichte "Satzung der Gemeinde Isernhagen über die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes Zentrum Isernhagen“. Ähnlich sperrig wie der Name sind die Paragrafen und Bestimmungen formuliert – alles streng nach den Vorgaben, und das gilt auch für das weitere Verfahren. "Wir können nicht den dritten Schritt vor dem ersten machen“, sagt Uphoff und weiß um die Ungeduld, die sich nach Jahren des Bemühens um eine Zentrumssanierung bei manchem Altwarmbüchener eingestellt hat.

Ausgaben von 2,2 Millionen Euro sieht der Rahmenplan für die Umgestaltung des öffentlichen Raums rings um die Bothfelder Straße vor, um Verkehrsprobleme zu beseitigen und die Aufenthaltsqualität zu verbessern. Zwei Drittel dieser Summe sollen als Förderung vom Land kommen. Über den ordnungsgemäßen Einsatz des Geldes im knapp 15 Hektar großen Sanierungsgebiet wacht ab sofort die Niedersächsische Landgesellschaft mbH (NLG), die die Gemeinde als Sanierungsträger mit ins Boot geholt hat.

Die Projektleitung hat NLG-Mitarbeiter Ulf-Bernhard Streit übernommen, der zuletzt an Maßnahmen in Bad Fallingbostel, Uelzen und Gronau beteiligt war. Seine Erfahrung: Jeder Euro öffentliche Investition ziehe 6 bis 8 Euro private Investition nach sich – böten doch die erheblichen steuerlichen Abschreibungsmöglichkeiten eine einmalige Chance, über die er gern informiere. "Wird der öffentliche Raum schöner, kribbelt es auch die Privatleute“, stimmt Uphoff ihm zu. Für beide ist jetzt vor allem wichtig, "dass die Bürger mitgenommen werden" (Uphoff). "Ich kann absolut verstehen, dass mancher vielleicht verunsichert ist, weil ein paar Regeln einzuhalten sind“, so Streit. Man solle die Sanierungsmaßnahme aber nicht als Bedrohung sehen. "Es kommt allen zugute, aber es müssen auch alle mitmachen“, fasst der Fachmann es zusammen.

Nächster formeller Akt im Verfahren ist der Beschluss über die Rahmenplanung, mit der sich als erstes Gremium der Ortsrat Altwarmbüchen am Donnerstag, 18. August, befasst. Die Rahmenplanung benennt die Maßnahmen und konkretisiert die Ergebnisse der Voruntersuchungen, "ohne sie in Stein zu meißeln“, wie Streit betont. Wichtigster Punkt dabei ist die Zukunft der Bothfelder Straße. Im Oktober 2014 hatte der Rat beschlossen, dass diese im Bereich vor dem Rathaus für den Autoverkehr gesperrt werden soll und künftig nur noch Busse durchs Zentrum fahren dürfen. Nach massiven Protesten der Geschäftsleute im Zentrum sollen die Politiker nach Meinung der Gemeindeverwaltung ihren damaligen Beschluss jetzt aufheben, so dass auch Autofahrer künftig weiter passieren dürfen.

Und wann rücken tatsächlich die ersten Arbeiter im Zentrum an? Ziel ist laut Uphoff ein Baustart im Herbst 2017 – wenn denn politischer Konsens herrsche.

Die NLG steht ab sofort unter Telefon (0511) 123208204 und (0175) 1992391 sowie per E-Mail an ulf-bernhard.streit@nlg.de für Auskünfte zum Sanierungsverfahren sowie Fragen zu privaten Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen zur Verfügung.

Stabsstelle Flüchtlinge zieht in die alte Post

Zieht etwa bald wieder ein Gastronom in die ehemalige Poststelle neben dem Eingang zum Rathaus und sorgt so für mehr Belebung auf dem Marktplatz? Nein, an dem Gerücht, das in benachbarten Geschäften kursierte, ist nichts dran. "Das Rathaus zieht dort ein", sagte der Erste Gemeinderat Frank Niemeier jetzt auf Nachfrage.

Zunächst soll dort die Stabsstelle für die Flüchtlingsbetreuung untergebracht werden, die momentan noch den Ratssaal blockiert - und zwar rechtzeitig vor der konstituierenden Sitzung des neu zu wählenden Rats Anfang November. Sollte die Stabsstelle irgendwann nicht mehr benötigt werden, will die Gemeindeverwaltung die Räume dennoch weiter belegen. Immerhin habe man die Post gebeten, gemeinsam mit der Gemeindebücherei und dem Buchladen Lesenest in den ehemaligen NP-Markt auf der anderen Seite der Bothfelder Straße einzuziehen, da man seit langem unter Platznot leide, so der Erste Gemeinderat. Welche Abteilung das dann langfristig sein könnte, ist noch offen. "Auf jeden Fall was mit Publikumsverkehr", verweist Niemeier auf die Vorteile der Ebenerdigkeit und Barrierefreiheit der Räume, die nach einem Bistro und einem italienischen Restaurant zuletzt mehrere Jahre lang die Post beherbergt hatten.

Für ein "echtes" Restaurant seien die Räume ohnehin nicht geeignet, ist Niemeier überzeugt: "Die Küche ist einfach zu klein."

Von Frank Walter

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