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Streichelzoo und Pferde statt Motocross

Kirchhorst-Stelle Streichelzoo und Pferde statt Motocross

30 Jahre nach der Schließung des Freizeitparks Kirchhorst gibt es für das brachliegende Gelände jetzt ein neues Nutzungskonzept: Die Eigentümerin wünscht sich grünes Licht für einen der Öffentlichkeit zugänglichen Streichelzoo, eine Pferdepension samt Reit- und eine Hundeschule.

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Durchgang verboten: Blick von der Steller Straße auf das seit 30 Jahren brachliegende Gelände des Freizeitparks. 

Quelle: Jarolim-Vormeier

Isernhagen. Einen Motocross-Parcours, wo dereinst einmal die Maikäferbahn im Freizeitpark rotierte, hat Kirchhorsts Ortsrat just abgelehnt: Zu laut! Auch ein von den Grünen jüngst vorgeschlagenes Freilichtmuseum ist wie einige andere Reaktivierungsversuche über das Stadium einer vagen Idee nicht hinausgekommen.

Ganz anders verhält es sich jetzt mit dem Nutzungskonzept, über das der Ortsrat Kirchhorst am Mittwoch, 9. September, in öffentlicher Sitzung beraten wird. Weil für die Umsetzung der Bebauungsplan geändert und ergänzt werden müsste - gleichzeitig soll auch die gewerbliche Nutzung des benachbarten Blumenhofs abgesichert werden - ist seine Stellungnahme gefragt.

Die Gemeindeverwaltung befürwortet das Vorhaben - zumal die Kosten der Planänderung die Vorhabenträgerin selbst übernehmen würde. In der ersten Vorprüfung kommt das Bauamt zu der Einschätzung, dass keine nennenswerten Versiegelungen und insgesamt keine zusätzlichen umweltbezogenen Belastungen zu erwarten seien. Geringfügige Belastungen durch Immissionen würden im Verfahren noch detaillierter untersucht.

Hinter den neuen Plänen steht eine Frau, die mit ihrem Namen nicht in der Öffentlichkeit auftreten möchte. Sie hat als Springreiterin schon an deutschen Meisterschaften teilgenommen, nennt das höchste Reitabzeichen ihr Eigen und bringt andererseits als Controllerin auch betriebswirtschaftliches Know-How zum Führen ihres in Stelle geplanten Betriebes mit. Laut der Selbstdarstellung, die sie ihrem Antrag beigefügt hat, liegt es der passionierten Tierfreundin am Herzen, auf dem zwölf Hektar großen Areal östlich des Blumenhofs Kinder und Jugendliche an den artgerechten Umgang mit Tieren heranzuführen. Geschehen soll dies möglichst in Kooperation mit den umliegenden Grundschulen, die dem Vernehmen ihre Unterstützung signalisiert haben sollen. Sie möchte dazu Ziegen, Schafe, eventuell auch Kühe und Schweine und weitere Kleintiere halten.

Damit sich der öffentliche Streichelzoo rechnet, ist die Einrichtung einer Pferdepension vorgesehen. „Der Pferdehof beinhaltet die Vermietung von Stallboxen, die Pflege und Zucht eigener Tiere sowie den Betrieb einer Reitschule durch die Vorhabenträgerin“, wird diese in ihrer Projektbeschreibung ganz konkret. In Verbindung mit dem Streichelzoo sollen die meisten Tiere zugänglich sein. Nach derzeitiger Planung sollen zum Tierbestand circa 20 Pensionspferde und zehn bis 15 Ponys, darunter Rentner- und Therapiepferde gehören.

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