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Tagespflege: Nachfrage beendet die Notlösung

Isernhagen Tagespflege: Nachfrage beendet die Notlösung

Die Kindertagespflege rückt in Isernhagen in den Blickpunkt - nicht nur wegen der wachsenden Bedeutung als Alternative zu Krippenplätzen, sondern auch als Anlaufstelle für Eltern und Tagesmütter.

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Sabine Müller im neuen Büro im Familienzentrum Wietzeaue.

Quelle: Frank Walter

Isernhagen. Hell und freundlich sind das Büro und das Besprechungszimmer im Familienzentrum der Kita St. Margarete im Baugebiet Wietzeaue, die Gemeindemitarbeiterin Sabine Müller jetzt bezogen hat. Seit 2010 - zuvor sogar schon einige Jahre lang von zu Hause aus - organisierte sie von einem winzigen Büro an der Bernhard-Rehkopf-Straße aus, dass Tagesmütter und interessierte Eltern mit Betreuungsbedarf für ihre Kinder zueinanderfanden. Das alte Büro sei eine „Notlösung“ gewesen, weil seinerzeit der Platz im Rathaus gefehlt habe, kommentiert der Erste Gemeinderat Frank Niemeier die bisherige Situation, bei der Eltern sogar gezwungen waren, ihre Kinderwagen unten an der Treppe zum Büro im Obergeschoss stehen zu lassen. Mit den Plänen für eine Kita samt Familienzentrum an der Stadtbahn-Endhaltestelle sei von Anfang an klar gewesen, dass dort auch das Kindertagespflegebüro der Gemeinde hingehöre.

Angesichts der Tatsache, dass inzwischen mehr als 70 Prozent der Eltern aus Isernhagen ihre ein- bis dreijährigen Kinder betreuen lassen, kommt der Kindertagespflege als Alternative zu den Krippenplätzen eine große Bedeutung zu. „Und wir gehen auf 100 Prozent zu“, sagt der Erste Gemeinderat und ist überzeugt, dass das Ende der Nachfrage noch nicht erreicht ist.

Im Moment betreuen 26 aktive Tagesmütter - Männer sucht man (noch) vergebens - rund 100 Kinder. „Die Frauen machen das supergut, und es wird auch sehr gut angenommen“, meint Müller. Gründe seien unter anderem die kleineren Gruppen und flexibleren Betreuungszeiten. Zwei Plätze seien derzeit frei, in den Zahlen aber immer viel Bewegung. Für Krippenplätze hingegen gibt es eine kleine Warteliste. Wegen der zunehmend nachgefragten längeren Betreuungszeiten mit entsprechend höherer Honorierung in der Tagespflege biete das den oft mit 160-Stunden-Kursen geschulten Tagesmüttern echte berufliche Perspektiven, sagt Müller.

Niemeier spricht gerade mit Blick auf die Großtagespflegestellen, bei der sich mehrere Tagesmütter zusammentun und so auch Vertretungen in Krankheitsfällen regeln können, von einer „tollen Alternative zu Krippenplätzen“. Im Dezember oder Januar werde in Kirchhorst-Großhorst eine neue Großtagespflegestelle für etwa zehn Kinder die Arbeit aufnehmen, für eine weitere Einrichtung sei man in Gesprächen.

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Seit Tagen haben sich die Kinder in der Kita Wietzeaue die Nasen an den Fensterscheiben plattgedrückt. „Sie haben die Bauarbeiter beobachtet und sind schon ganz gespannt“, sagt Kita-Leiterin Kerstin Zühlke – gespannt darauf, wie es sich wohl spielen lässt auf dem neu gestalteten Außengelände, das sich Kindergarten- und Krippenkinder im Neubaugebiet teilen. Sieben Geräte haben die Handwerker seit Montagmittag aufgestellt, heute soll endlich losgespielt werden dürfen – unter anderem auf einer Nestschaukel, drei Sandspieltischen, einer Kleinkindrutsche und einer Doppelrutsche. Das Klettergerät samt Rutsche und vielen anderen Anbauteilen ist aus Sicherheitsgründen so konzipiert, dass die kleineren Kinder es nicht erklimmen können. Ebenfalls den Kindergartenkindern vorbehalten ist die Matschanlage. Sicherlich ebenso beliebt sein dürfte das kleine Fußballfeld. Für die Lieferung und Montage hat die Gemeinde rund 36?000 Euro veranschlagt. Die Flächen für die Spielgeräte samt Spiel- und Fallschutzsand waren bereits mit den übrigen Außenanlagen hergestellt worden.

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