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Hier dürfen Schüler richtig rumsauen

Test für Pflaster in Fußgängerzonen Hier dürfen Schüler richtig rumsauen

Die Wahl des richtigen Pflasters für Altwarmbüchens Marktplatz macht die Gemeinde Isernhagen sich nicht leicht. Dem öffentlichen Online-Voting folgt jetzt ein Härtetest - unter anderem mit Kaugummi, Ketchup und rohen Eiern. Ermittelt werden soll, wie pflegeleicht die favorisierten Beläge sind.

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Kaugummi, Pommes, Ketchup – wieviel hält Fußgängerzonenpflaster aus? Realschüler in Altwarmbüchen sollen das nun austesten.

Quelle: dpa/Symbolbild

Altwarmbüchen. Das wird nichts für Zuschauer mit schwachen Nerven: Am Montag kommender Woche werden Realschüler der fünften Klasse - sie haben sich als Probanden zur Verfügung gestellt - die Pflaster-Musterflächen auf dem Rathausvorplatz verschmutzen - quasi à la carte: mit Sonnenblumenöl und Ketchup, Mayonnaise und Senf. Schokoladeneis wird verkleckert und Kaugummi ausgespuckt werden. Rohe Eier werden auf dem Pflaster zerschellen. Kastanienschalen und lehmiger Boden runden die Auswahl der Materialien ab, mit denen der Belag traktiert wird.

Erst am darauf folgenden Donnerstag oder Freitag solle die normale, reguläre Säuberung des Marktes inklusive dieser Fläche mit der Kehrmaschine erfolgen, teilte die Verwaltung jetzt mit. Anschließend weiß man mehr.

Für den ungewöhnlichen Praxistest wendet die Kommune nicht etwa ein DIN-Prüfprogramm an. Sie folgt vielmehr einer Forderung des Vorsitzenden der Isernhagener CDU-Ratsfraktion. Die Musterpflasterungen mit den Nummern 6 und 3 hatten bei der Online-Bürgerbefragung just unter sieben möglichen Varianten das Rennen gemacht, da hatte sich Anfang August Helmut Lübeck mit dem Einwand gemeldet, die mit 2073 abgegebenen Stimmen ermittelte Wunsch-Optik fürs Pflaster könne für die Gemeinde keine ausreichende Entscheidungsgrundlage sein. Er wolle vor der Auswahl der Steine zusätzlich wissen, wie schmutzanfällig und pflegeintensiv sie sind. Aus seiner Liste der „Verschmutzungen, die im täglichen Leben auftreten werden“, hat die Gemeindeverwaltung zumindest laut Pressemitteilung nur zwei nicht aufgegriffen: Hundekot und Vogeldreck.

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