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Die Bürger sollen mitreden

Kirchhorst Die Bürger sollen mitreden

Thomas Mazur ist kein unbeschriebenes Blatt: Mehr als 25 Jahre war er kommunalpolitisch aktiv, doch sein CDU-Parteibuch hat er zurückgegeben – jetzt bemüht er sich als parteiloser Einzelbewerber um einen Sitz im Ortsrat Kirchhorst.

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Thomas Mazur, Einzelbewerber für den Ortsrat Kirchhorst.

Quelle: Frank Walter

Kirchhorst. Die Politik habe die Menschen nicht mehr ernst und mitgenommen, meint der 48-jährige Unternehmensberater. Als Beispiele nennt er die Planungen für den großen Legehennenstall, aber auch seine Ideen zur Reduzierung des Lärms von der Autobahn. Drei Vorschläge habe er gemacht, aber keiner sei vom Gemeinderat wirklich ernst genommen worden. Zum Schluss sei die CDU "nicht mehr seine Heimat“ gewesen, sagt Mazur. In der Wirtschaft kämen Innovationen heute nicht von etablierten Unternehmen – "und die politischen Parteien sind ähnlich träge“, sagt der Wirtschaftsprüfer und Steuerberater.

Innovation ist einer der Eckpfeiler in Mazurs Programm. Vor ortsprägenden Entscheidungen will er die Bürger einladen, politische Vorlagen per Votum auf einer Internetplattform zu verbessern. "Wenn 100 Menschen strukturiert mitdiskutieren, kommt mehr dabei herum, als wenn sich einer einschließt und was formuliert.“ Im Kleinen widmet Mazur sich diesem Thema bereits mit einigen Mitstreitern der "Initiative für Nachhaltigkeit in Isernhagen“.

Denn Nachhaltigkeit ist das zweite Ziel des Elektroauto-Fahrers, der jede freie Minute seiner weitgehend naturbelassenen Permakultur-Landwirtschaft widmet: So sollte die Gemeinde keine neuen Gewerbeflächen mehr ausweisen. Denn nur ein knappes Gut bleibe wertvoll, ist Mazur überzeugt – und Kirchhorst wolle nicht "das“ Gewerbegebiet Isernhagens werden. Zugleich müsse man das Landschaftsbild schützen und die Artenvielfalt ausbauen. Und Isernhagen benötige ein Leitbild – "wir müssen uns in eine Richtung entwickeln, die alle mitnimmt“.

Sein Wahlprogramm, ist Mazur überzeugt, habe viel Substanz. Und dass er in Kirchhorst die meisten Stimmen bekomme, "das halte ich für realistisch“.

Von Frank Walter

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