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Tonkuhle: Grundwasser auffällig

Altwarmbüchen Tonkuhle: Grundwasser auffällig

Geht von der Tonkuhle in Altwarmbüchen eine Gefahr für Mensch und Tier aus? Nach umfangreichen Untersuchungen kann die Region keine vollständige Entwarnung geben.

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Die Tonkuhle in Altwarmbüchen

Quelle: R

Isernhagen. Die Tonkuhle in Altwarmbüchen ist ein beliebtes Ziel von Spaziergängern mit Kindern und Hunden. Um Befürchtungen zu überprüfen, es könnten sich giftige Stoffe in Boden und Wasser des Teiches zwischen Stadtbahn-Endhaltestelle und Schulzentrum befinden, hatte die Region eine Laboranalyse in Auftrag gegeben. Seit Mitte August war ein Sachverständigenbüro im Einsatz - jetzt gibt es die ersten Ergebnisse.

„Boden, Bodenluft und Grundwasser wurden auf relevante Parameter untersucht“, erklärt Regionssprecher Klaus Abelmann. Denn es gebe „verschiedene Wirkungspfade“, wie Mensch und Tier gesundheitlich gefährdet werden könnten: Einerseits könnte der direkte Hautkontakt mit kontaminiertem Erdboden gefährlich sein, andererseits könnten giftige Substanzen durch die Atemluft aufgenommen werden. Bei Hunden und Kindern sei auch denkbar, dass sie den Boden essen und so in den Magen-Darm-Trakt einschleusen.

Diese drei Gefährdungspotenziale kann die Region für die Tonkuhle ausschließen: „Es wurden keine Überschreitungen von Prüfwerten in der Bodenluft und im Boden festgestellt“, sagt Abelmann. „Es besteht kein Handlungsbedarf.“

Ganz anders sieht das jedoch beim Grundwasser unter der Sohle der Tonkuhle aus. Dort sei ein relevantes Gefährdungspotenzial nachgewiesen und bei Übersichtsanalysen „in einem Teil der Grundwasserproben auffällige Substanzen festgestellt“ worden, so Abelmann. Der Nachweis der Schadstoffe sei ein Indiz dafür, dass in der Tonkuhle möglicherweise giftige Gewerbeabfälle eingelagert wurden.

Diese Vermutung gab es in Altwarmbüchen schon länger: Bis 1975 gehörte die Tonkuhle zur Ziegelei Flemming, das Gelände wurde von vielen Firmen bis Mitte der achtziger Jahre teilweise verfüllt. Jedoch wurden nicht nur Baustoffe und Schutt dort versenkt, sondern auch Hausmüll. Zeitweise glich die Tonkuhle einer wilden Deponie - Hinweise von Bürgern, es seien chemische Substanzen dort eingebracht worden, gab es viele. Wie es jetzt scheint: zurecht.

Grund zur Panik gibt es nicht - allemal aber zur Vorsicht: „Wir werden das genau prüfen müssen“, erklärt Abelmann das weitere Vorgehen der Region. Das Grundwasser sei für Mensch und Tier ja nicht unmittelbar erreichbar, dennoch müsse geklärt werden, ob Schadstoffe aus dem Grund auch ins Oberflächenwasser gelangen. Dazu wird in den nächsten Monaten nicht nur der Teich unter die Lupe genommen, sondern auch der Überlauf zur Wietze.

Carina Bahl

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