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Sturz in Baugrube wirft Fragen auf

Neuwarmbüchen Sturz in Baugrube wirft Fragen auf

Der folgenreiche Sturz eines 77-Jährigen in eine Baugrube in Neuwarmbüchen war am Dienstag Ortsgespräch. Anwohner rätseln, wie es zu dem Unglück kommen konnte, bei dem der Senior lebensgefährliche Verletzungen davongetragen hatte. Der Mann konnte bislang noch nicht befragt werden.

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Am Morgen nach dem Unglück sind die Baken zusätzlich mit Kabelbindern gesichert.

Quelle: Frank Walter

Isernhagen. Am Morgen nach dem Unglück erinnert wenig an das, was sich am Montag gegen 16.45 Uhr an der Ecke Heisterkamp/Buchensahl in Neuwarmbüchen zugetragen hat. Erst beim Blick in die Baugrube, die für das 77-jährige Unfallopfer so verhängnisvolle Folgen hatte, sieht man die dicken Steinpilze. Der Mann muss sie auf dem Fahrrad mitgeführt haben, als er am mit rot-weißen Absperrbaken gesicherten Abwasserschacht anhielt, dann aus unbekannter Ursache in die rund 3,50 Meter tiefe Grube stürzte und auf einen dort am Boden befindlichen Betonsockel stürzte.

Zwei Anwohner können es einfach nicht verstehen, wie der Mann in die abgesperrte Grube geraten ist. Schließlich stehen die Kunststoffbaken in schweren Betonsockeln, sind mit massiven Stahl-ösen zudem untereinander verbunden - allerdings fehlen diese Ösen an den Ecken. Einer der Anwohner lehnt sich gegen eine der acht einzelnen Baken, versucht sie mit seinem Körpergewicht wegzudrücken - vergeblich. „Das geht doch gar nicht.“

Ein 77-jähriger Radfahrer ist bei einem Sturz in eine Baugrube in Neuwarmbüchen lebensgefährlich verletzt worden.

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Der Arbeiter des Leitungsbauunternehmens, der in diesem Augenblick dazu kommt und erst jetzt vom Unglück erfährt, hat auch keine Erklärung für das, was passiert ist. Auch er wackelt an der Bake, „aber da wäre so viel Kraft nötig“. Und überhaupt: „Das ist doch keine Lehne, sondern eine Absperrung“, entfährt es ihm.

Dennoch gehen auch Vermutungen der Polizeidirektion in die Richtung, dass sich der Senior aus unbekanntem Grund gegen die Absperrung der Baugrube gelehnt habe - „fahrlässiges Eigenverschulden“ wäre das Wort dafür. Die Polizei hatte noch am Unglücksabend alles fotografisch dokumentiert, Augenzeugen fanden sich allerdings nicht - und eine Befragung des lebensgefährlich Verletzten, der per Hubschrauber in eine Klinik geflogen wurde, sei noch nicht möglich, so ein Polizeisprecher.

Um jegliche weitere Gefahren auszuschließen, hat der von der Polizei alarmierte Baubetriebshof der Gemeinde Isernhagen die Baustellenbaken noch am Montagabend zusätzlich mit Kabelbindern gesichert. „Die Baustellenabsicherung an sich obliegt dem ausführenden Unternehmen“, teilte Gemeindesprecherin Svenja Theunert auf Nachfrage mit.

Von Frank Walter

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