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Mit einem Schlag zum Weltrekord?

Altwarmbüchen Mit einem Schlag zum Weltrekord?

Es ist so ein „Männerding“, das gibt Uwe Bolinius zu: Seit vier Jahrzehnten betreibt er Kampfsport, jetzt will er damit einen Weltrekord schaffen. 25 Gasbeton-Platten sollen am 27. September in Altwarmbüchen unter seiner Hand zu Bruch gehen.

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Mit Kraft-und Kampfsport bereitet sich Uwe Bolinius auf seinen Weltrekordversuch Ende September in Altwarmbüchen vor.

Quelle: Carina Bahl

Isernhagen. Wenn man einmal gescheitert ist, dann muss man es einfach wieder versuchen: Bereits im vergangenen Jahr hatte Uwe Bolinius versucht, 25 Gasbeton-Platten mit der Hand zu zerschlagen - das Vorhaben scheiterte schmerzhaft. „Ich habe mir das Schultergelenk ausgekugelt. Damit hatte ich ganz schön lange zu tun“, erinnert sich der 56-Jährige.

Aber aufgeben? „Nein, das ist nun wirklich nicht mein Ding. Jetzt hänge ich daran fest, jetzt will ich das auch schaffen.“ Der aktuelle Weltrekord liegt bei 23 Platten. Diesen gilt es für ihn am Sonnabend, 27. September, gegen 16 Uhr bei der Eröffnung des Kenpokan-Fitnessstudios in Altwarmbüchen zu knacken. Beruflich ist Bolinius Haustechniker in einem Hotel, „aber seit 43 Jahren betreibe ich mit Leidenschaft Kampfsport in meiner Freizeit“. Vor allem Kickboxen und Kung Fu liegen dem Altwarmbüchener, der inzwischen auch als Trainer für diese Sportarten arbeitet.

Wie er sich auf seinen großen Tag vorbereitet? „Eigentlich gar nicht“, überlegt er. Ein wenig Kraftsport, den braucht es. Aber probeweise schon einmal eine Gasbeton-Platte nach der anderen zu zerschlagen? „Das kostet zu viel Kraft, das bringt nichts“, weiß er. „Am Ende muss an diesem Tag einfach alles stimmen.“

Von einem Tisch wird er abspringen, um genügend Höhe und Schwung zu gewinnen für den Schlag mit 1,5 Tonnen Kraft auf den 1,83 Meter hohen Plattenberg. Jede Platte misst fünf Zentimeter - zwischen ihnen sind ein Zentimeter dicke Abstandshalter eingefügt. „Wir haben eine Notarin vor Ort, damit mein Versuch, sollte er klappen, auch gleich notariell beglaubigt werden kann“, sagt Bolinius. Auf viele Zuschauer hofft er, um den richtigen Ansporn für den einen entscheidenden Schlag zu bekommen. Richtig mit der Handkante zu treffen, genug Kraft hinein zu legen, lang genug den Arm durch den Plattenstapel zu ziehen: „Darauf kommt es an“, erklärt er.

„Von Meditation vorher halte ich nichts“, scherzt der 56-Jährige - aber Instrumentalmusik der Band Schiller soll ihn in Stimmung bringen. Bleibt nur eine Frage: Warum tut er das überhaupt? „Ich mag es, an meine Grenzen zu gehen, auszuloten, was geht und was nicht. So war ich schon immer.“

von Carina Bahl

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