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VGH zeichnet Schleiereulen-Projekt aus

Isernhagen VGH zeichnet Schleiereulen-Projekt aus

Tolle Auszeichnung für ehrenamtliches Engagement: Der Hegering Isernhagen hat mit seinem vor drei Jahren begonnenen Schleiereulen-Projekt den ersten Platz des Natur- und Umweltpreises der VGH belegt.

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Wolfram Klöber (links) und Helmut Dammann-Tamke (rechts) ehren Meinolf Helling (Zweiter von links) und Detlef Pausch für deren Projekt.

Quelle: Rainer Surrey

Isernhagen. „Die Freude ist riesig. Mit solcher öffentlicher Anerkennung haben wir nicht gerechnet.“ Isernhagens Hegeringleiter Detlef Pausch war auch am Tag nach der Preisverleihung auf der Bühne der Messe Pferd & Jagd in Hannover noch ganz begeistert. Dass die Isernhagener Jäger zu den Preisträgern gehören würden, das war ihm zwar seit einigen Tagen bekannt. Aber gleich der erste Preis, dotiert mit 2500 Euro - das hatte Pausch, der die Ausschreibung zunächst sogar ignoriert hatte, vorher nicht geahnt.

Für ihren erstmals ausgeschriebenen Natur- und Umweltpreis hatte die Versicherungsgruppe VGH mit der Landesjägerschaft Niedersachsen kooperiert. Und so stand neben Wolfram Klöber vom Versicherungskonzern auch der Landesjägerschaft-Präsident Helmut Dammann-Tamke in der Messehalle mit auf der Bühne, um Pausch und dessen Mitstreiter Meinolf Helling zu beglückwünschen.

Prämiert wurde das 2013 gemeinsam mit Landwirten und Jagdgenossenschaften gestartete Schleiereulen-Projekt des Hegerings Isernhagen. Schleiereulen gelten in den hiesigen Breiten zwar nicht als gefährdet, die Zahl ihrer Nachkommen ist aber auch stark von sicheren Brutplätzen abhängig. Der Ansatz lautete deshalb, diese einheimische Tierart durch einen möglichst flächendeckenden Anbau von Nistkästen zu unterstützen. Inzwischen umfasst das Projekt 29 Nisthilfen in Isernhagen, die sowohl von Schleiereulen als auch von Turmfalken angenommen werden. Altvögel wie Nestlinge werden beringt und sämtliche Daten an die Vogelwarte Helgoland weitergeleitet. So ließ sich auch nachvollziehen, dass es ein junger Turmfalke bis nach Frankreich geschafft hatte, wo er dann allerdings tot aufgefunden wurde.

Der ehrenamtliche Einsatz und die Nachhaltigkeit des Projekts fanden bei der Preisverleihung ebenso lobende Erwähnung wie die Tatsache, dass es sich bei Schleiereulen um eine Tierart handelt, die nicht bejagt werden darf. Mit dem Nisthilfen-Bau räume man nebenbei mit dem Vorurteil auf, dass Jäger nur das hegten, was sie auch bejagen können, so Detlef Pausch.

Wie der Hegering sein Preisgeld jetzt verwenden wird, das muss der Vorstand noch besprechen. Vielleicht werde man es für die alle zwei Jahre in der St.-Marien-Kirche organisierten Hubertus-Messen verwenden, nennt der Hegeringleiter eine Möglichkeit. „Oder wir starten ein neues Naturschutzprojekt und legen zum Beispiel eine Streuobstwiese an.“

von Frank Walter

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