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Wo das Dorf sich trifft: Wissensdurst verbindet

Isernhagen Wo das Dorf sich trifft: Wissensdurst verbindet

Isernhagen leistet sich im Gegensatz zu vielen anderen Kommunen in fast jedem Ort eine Begegnungsstätte. In der Serie „Wo das Dorf sich trifft“ stellen wir die Treffpunkte und einige ihrer Nutzer vor. Heute: Der VHS-Frauenarbeitskreis in der Buhrschen Stiftung in N.B.

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Evgenia Panteleeva-Stammen (Zweite von links) erzählt Rosa Lankart (von links), Sieglind Wroblewski und Ruthhild Rydzek über die Stadt Celle.

Quelle: Jarolim-
Vormeier

Isernhagen N.B.. Von Malerei bis Philosophie: Der VHS-Frauenarbeitskreis trifft sich elfmal pro Semester in der Buhrschen Stiftung. Dort berichten Dozenten über Themen wie etwa das Leben und Werk von Theodor Fontane, Christen im Nahen Osten, Frauen in der Malerei, Natur und Kultur in Schottland oder sie besuchen das hannoverschen Landesmuseum.

Vor Jahrzehnten sind die Isernhagenerinnen Vorreiter mit dieser Veranstaltungsreihe gewesen. Damals war die VHS noch selbstständig. Erst mit dem Zusammenschluss der VHS-Ostkreis Hannover gründeten sich weitere Frauenkreise in Burgdorf, Altwarmbüchen, Neuwarmbüchen, Lehrte, Sehnde, Uetze und Hänigsen.

Die Grundidee war, Hausfrauen am Vormittag kulturelle Angebote im breiten Spektrum anzubieten. „Heute ist das Gros der Teilnehmerinnen rund 70 Jahre alt – aber jung im Kopf“, sagt Hedi Drescher, die dem Frauenarbeitskreis in N.B. koordiniert. Die 75-Jährige vermittelt zwischen der Volkshochschule, Dozenten und der 19-köpfigen Frauengruppe.

Die VHS listet Dozenten und ihre Themenbereiche aus allen Wissensgebieten und Lebensbereichen auf. Aus diesem Katalog wählen die Frauen ihr Programm für das nächste Semester selbst aus. Der Gruppe aus N.B. gehören nicht nur Frauen aus Isernhagen an, sondern auch aus Großburgwedel, Langenhagen und der Wedemark. „Oft liegt es an den Vorlieben für Themen“, begründet Drescher. Ihren Angaben zufolge haben sich aus dem festen Stamm mittlerweile auch Freundschaften gebildet. „Der Durst nach Wissen verbindet eben“, sagt sie.

Treffpunkt mit Charme

Der am 18. Januar 1915 gestorbene Heinrich Gottfried Buhr hatte seinen Hof, der sich schon seit 1766 im Familienbesitz befand, nebst Ländereien der damaligen Gemeinde Niedernhagener Bauerschaft vermacht. Bedingung war jedoch, dass die Kommune ein Alten- und Pflegeheim auf dem Grundstück einrichtet. Allerdings mussten nach Buhrs Testament zunächst einige Begünstigte ausbezahlt werden. Geld, das mit Schulden der Gemeinde finanziert wurde. Nach einem Blitzschlag brannte 1923 das Wohnhaus nieder. Wegen der Inflation deckte die Versicherungssumme nicht den tatsächlichen Schaden. Wegen dieser unglücklichen Umstände kam es bis 1933 nicht zur Einrichtung des Heims. Von 1933 bis 1945 nutzten die Nationalsozialisten das Gebäude für ihre Partei- und Jugendorganisationen. Nach 1945 nutzte die Gemeinde das Haus unter der Bezeichnung Buhrsche Stiftung: Im Haus haben Standesamt und Verwaltungsnebenstelle ihren Sitz. Regelmäßig unterrichtet dort die VHS Englisch, alle drei Monate trifft sich der Ortsrat, jeden Mittwoch trifft sich der VHS-Frauenkreis sowie alle zwei Wochen die Senioren. Das Stiftungshaus wurde mehrmals renoviert. Zuletzt vor zwei Jahren nach einer Brandstiftung. Das Veranstaltungszentrum weist viel Charme und historisches Ambiente auf. Mieten lässt sich die Begegnungsstätte pro Tag für 70 Euro – Nicht-Isernhagener zahlen 105 Euro. Weitere Informationen erteilt Ralf Henneberg von der Gemeinde unter der Telefonnummer (05 11) 6 15 32 13.

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In der Buhrschen Stiftung ist auch das Standesamt untergebracht.

Quelle: Jarolim-Vormeier

Von Katerina jarolim-vormeier

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