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VHS übernimmt Betreuung

Kirchhorst VHS übernimmt Betreuung

Die „Füchse“, die privat initiierte Nachmittagsbetreuung von Grundschülern in der Begegnungsstätte Kirchhorst, werden zum Ende des Schuljahres aufgegeben. Dieses Angebot ergänzt die 40 vorhandenen Hortplätze im Dorf. Doch es gibt Ersatz.

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ARCHIV - Eine Grundschülerin der Gerhart-Hauptmann-Schule ist am 29.02.2012 in Mannheim in einem Kinderhort der Stadt hinter einer Schulmappe mit Stiften zu sehen. Mitten in den Sommerferien denken viele Einzelhändler schon wieder an den Schulstart - für sie beginnt die Hochsaison der Hefte, Stifte und Tintenpatronen. In den Wochen vor Schulanfang lassen Schreibwaren die Kassen kräftig klingeln. Foto: Uwe Anspach dpa/lsw (zu dpa «Stifte zum Schulstart - Schreibwarenmarkt bleibt schwierig» vom 22

Quelle: Symbolbild

Isernhagen. Grund zur Panik gibt es für berufstätige Eltern, die auf eine Betreuung angewiesen sind, aber nicht - es gibt Ersatz: Die Volkshochschule (VHS) Ostkreis Hannover springt ein. Sie wird dann ab August flächendeckend an allen Grundschulen der Gemeinde Iserhagen mit dem Angebot einer Hausaufgabenhilfe präsent sein.

Aber von Anfang an: Hinter den „Füchsen“ steht der Förderverein der Grundschule Kirchhorst. Unter dessen Regie war vor zehn Jahren - auch damals schon deckten die Hortplätze im Dorf den Bedarf nicht vollständig ab - das „Alternativangebot“ einer Nachmittagsbetreuung bis 14.30 Uhr entstanden. Im März dieses Jahres, als die Anmeldungen für die Hortplätze bereits abgeschlossen waren, hatte Antje Zilling vom Förderverein durchblicken lassen, dass die ehrenamtlichen Kapazitäten des Vereins für eine von den Eltern gewünschte Ausweitung des Angebotes der „Füchse“ nicht ausreichen könnten.

„Wir sind alle voll berufstätig. Ich bin gewissermaßen ehrenamtliche Arbeitgeberin. Das ging so einfach nicht weiter“, erläutert sie. Die Lösung, die jetzt in einem Gespräch mit der zuständigen Amtsleiterin Silvia Voltmer von der Gemeinde Isernhagen und VHS-Chefin Elke Vaihinger gefunden wurde, begrüßt Zilling. Mit der VHS übernehme ein verlässlicher Partner die Arbeit - „und wir können uns endlich wieder mehr auf unsere eigentliche Aufgabe als Förderverein konzentrieren. Denn wir hätten gerne deutlich mehr getan für die Schule.“ Durch die starke Fokussierung auf die Nachmittagsbetreuung sei in den letzten Jahren vieles liegen geblieben.

Froh ist auch Amtsleiterin Voltmer, dass sie das Problem des „Nachfrage-Überhangs“ in Kirchhorst mithilfe des Partners VHS lösen kann. „Grundsätzlich werden wir den Bedarf nach den bisherigen Anmeldungen abdecken können“, sagt sie. Bis zu 25 Plätze sollen von der VHS von 13 bis 15 Uhr angeboten werden. Dem Vernehmen nach werden die beiden Mini-Jobberinnen, die zurzeit die „Füchse“ betreuen, auch bei der neuen Konstruktion mitarbeiten. Möglicherweise werde die VHS aber auch das Personal aufstocken müssen, sagt Voltmer.

Die Situation in Kirchhorst ist aus Sicht der Amtsleiterin symptomatisch dafür, dass die Hortbetreuung von Grundschülern außerhalb der Schulen grundsätzlich „auf Dauer kein Weg“ sei. Sie macht sich für weitere Ganztagsschulen stark: „Das gehört in ein System“, findet sie.

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