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Viel Lärm, wenig Konkretes

Isernhagen H.B. Viel Lärm, wenig Konkretes

Wie stehen die Chancen auf eine Teilnahme am Modellversuch "Tempo 30 in Niedersachsen"? Auch der Besuch des zuständigen Staatssekretär an der L381 in Isernhagen H.B. brachte keine Klarheit.

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Marco Brunotte (links) und Staatssekretär Frank Nägel im Gespräch mit der Bürgerinitiative.

Quelle: Frank Walter

Isernhagen H.B./N.B.. Dass die Gesprächspartner immer enger zusammenrückten und sich dennoch kaum verstanden, war vor allem der Rüttelplatte geschuldet, die ein Arbeiter auf einer nahen Baustelle vor sich her schob. Doch als der Rüttler endlich stillstand, bekam der hochrangige Gast aus dem Verkehrsministerium dann doch einen persönlichen Eindruck, wie stark die Lärmbelastung an der vielbefahrenen L 381 in H.B. tatsächlich ist.

Der SPD-Landtagsabgeordnete Marco Brunotte hatte Staatssekretär Frank Nägele an die Burgwedeler Straße gelotst, um mit ihm und der örtlichen Bürgerinitiative für eine Verkehrsberuhigung über mögliche Lösungsansätze zu diskutieren. Möglich ist vor allem eine Beteiligung am landesweiten Modellprojekt „Tempo 30 in Niedersachsen“, doch viel Konkretes hatte der Staatssekretär nicht im Gepäck. Mit dem Modellversuch wolle man diese Idee nach vorn bringen und zeigen, „dass Tempo 30 Lebenserleichterung bringt“, sagte Nägele. Im vierten Quartal sollen sich Kommunen um die Teilnahme bewerben können, Isernhagen hat bereits per Ratsbeschluss für die L381 Interesse signalisiert. 2018 soll der Modellversuch dann starten, „das Aufstellen der Schilder wäre nur eine Frage von Wochen“, so der Staatssekretär.

Doch wird es überhaupt soweit kommen? Seine Äußerung, dass das Modellprojekt „entschieden und verkündet“ sei, musste Nägele auf Nachfrage relativieren: „Eine neue Landesregierung könnte den Modellversuch beenden.“ Tatsächlich hatte die CDU-Landtagsfraktion den Vorstoß der rot-grünen Landesregierung in der 2016 vorgelegten Form kritisch gesehen und dagegen votiert. Teile davon hätte man durchaus mittragen können, sei aber mit den eigenen Änderungsvorschlägen nicht durchgedrungen, betonte der CDU-Abgeordnete Rainer Fredermann auf Nachfrage.

So werden die H.B.er und N.B.er abwarten müssen, was nach dem 15. Oktober vom Modellversuch Tempo 30 übrig bleibt.

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