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Vogelgrippe in der Region – Hunde anleinen, Katzen ins Haus

Sperrbezirk in Isernhagen Vogelgrippe in der Region – Hunde anleinen, Katzen ins Haus

Erster Fall von Vogelgrippe in der Region Hannover: Bei einer toten Reiherente, die am Hufeisensee in Isernhagen gefunden wurde, hat sich der Verdacht auf Geflügelpest bestätigt. Um den Fundort wird ab Dienstag ein Sperrbezirk gezogen. Hunde müssen von nun an die Leine, Katzen müssen im Haus bleiben.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Isernhagen. Nun ist auch das erste Tier in der Region Hannover betroffen: Bei einer toten Reiherente, die am Hufeisensee in Isernhagen gefunden wurde, hat sich der Verdacht auf Geflügelpest bestätigt. Das teilte eine Sprecherin der Region am Sonnabend mit. Um den Fundort wird ab Dienstag, 29. November 2016, ein Sperrbezirk gezogen, um den Sperrbezirk herum ein Beobachtungsgebiet. Beides zusammen ergibt einen Radius von mindestens zehn Kilometer um den Fundort des toten Tieres herum.

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In beiden Gebieten gelten besondere Auflagen. So dürfen gehaltene Vögel nicht aus ihren Betrieben weggebracht werden. "Hunde und Katze dürfen grundsätzlich weder im Sperrbezirk noch im Beobachtungsgebiet frei herumlaufen", hieß es. Es bestehe die Gefahr, dass sie das H5N8-Virus nach dem Kontakt mit verendeten Vögeln weiter verbreiten.

Für das Beobachtungsgebiet in Hannover soll es allerdings eine Ausnahmegenehmigung für Hunde- und Katzenhalter geben. In Bereichen, die mindestens 50 Meter von natürlichen und künstlichen Gewässern entfernt liegen, dürften die Tiere frei laufen.

"Glücklicherweise ist kein Geflügelhof betroffen. Es ist lediglich ein toter Wildvogel gefunden worden", sagte Carmen Pförtner, Sprecherin der Region Hannover. "Wir müssen jetzt zwar besondere Maßnahmen ergreifen, aber zum Glück noch keine Tiere töten." So mussten etwa nach dem Nachweis des hochansteckenden Vogelgrippe-Erregers H5N8 in einem Mastbetrieb in Barßel im Landkreis Cloppenburg mehr als 100.000 Tiere getötet werden.

Das Tier ist vor ein paar Tagen gefunden worden, es wurde in einem Labor in Oldenburg obduziert. Das Laborergebnis lag dann Sonnabendmittag vor. 

Der Sperrbezirk erstreckt sich auf folgende Gebiete:  

  • Isernhagen: die Ortsteile Hohenhorster-, Kircher-, Niedernhägener-Bauernschaft, Farster Bauernschaft begrenzt im Osten durch die A7.
  • Langenhagen: die Ortsteile Kaltenweide und Krähenwinkel mit allen Teilgebieten, Langenhagen Kernstadt begrenzt im Süden durch die Autobahn A2 und im Westen durch die Flughafenstraße und die Eckverbindung Hannover-Nord A352.
  • Hannover:  der Stadtteil Isernhagen-Süd begrenzt im Süden durch die Autobahn A2.

Im Sperrbezirk gelten folgende Maßnahmen:

  • Gehaltene Vögel und Bruteier, aber auch frisches Fleisch, Hackfleisch, Separatorenfleisch, Fleischerzeugnisse und Fleischzubereitungen, das oder die von gehaltenen Vögeln oder Federwild aus dem Sperrbezirk gewonnen wurde, darf den Sperrbezirk nicht verlassen.
  • Hunde müssen an der Leine geführt werden. Katzen dürfen das Haus nicht mehr verlassen.
  • Auch tierische Nebenprodukte von gehaltenen Vögeln dürfen den Sperrbezirk nicht verlassen.
  • An den Ein- und Ausgängen der Ställe, in denen Geflügel gehalten wird, müssen Matten oder sonstige saugfähige Bodenauflagen ausgelegt und mit einem wirksamen Desinfektionsmittel getränkt werden – diese müssen feucht gehalten werden.
  • Betriebsfremde Personen dürfen die Ställe und sonstige Standorte von gehaltenen Vögeln und Geflügel nicht betreten.
  • Gehaltene Vögel zur Aufstockung des Wildvogelbestandes dürfen nicht frei gelassen werden.
  • Die Jagd auf Federwild ist verboten.
  • Die Beförderung von Geflügel im Durchgangsverkehr auf Autobahnen, anderen Straßen des Fernverkehrs oder Schienenverbindungen darf nur erfolgen, soweit das Fahrzeug nicht anhält und Geflügel nicht entladen wird.

Das Beobachtungsgebiet erstreckt sich auf diese Gebiete:

  • Wedemark:  die Ortsteile Bissendorf, Gailhof, Mellendorf, Resse, Scherenbostel, Wennebostel.
  • Burgwedel: die Ortsteile Klein- und Großburgwedel, Oldhorst, Thönse, jeweils mit allen Teilgebieten.
  • Garbsen: der Ortsteil Stelingen, östliche Teile des Ortsteils Berenbostel begrenzt im Westen durch die Straßen Im Fuchsfeld, Weschener Allee, Am Hechtkamp und östliche Teile des Ortsteils Heitlingen begrenzt im Westen durch die Stelinger Straße.
  • Isernhagen: die Ortsteile Kirchhorst, Altwarmbüchen, Neuwarmbüchen jeweils mit allen Teilgebieten soweit nicht bereits Sperrbezirk.
  • Langenhagen: die Ortsteile Engelbostel, Godshorn und Schulenburg jeweils mit allen Teilgebieten, Langenhagen Kernstadt soweit nicht bereits Sperrbezirk.
  • Hannover schließt sich das Beobachtungsgebiet  im Norden an den Sperrbezirk entlang der Stadtgrenze Richtung Westen bis zur Bundesstraße B6 an. Im Westen wird das Beobachtungsgebiet durch die B6 begrenzt, ab der Schwanenburgbrücke durch die Leine und die Ihme; ab Benno-Ohnesorg-Brücke durch Gustav-Bratke-Allee, Lavesallee, Friedrichswall, Aegidientorplatz, Marienstraße, Am Südbahnhof, Bischofsholer Damm, Bemeroder Straße; schließlich durch die Güterumgehungsbahnstrecke Richtung Osten bis zur Stadtgrenze östlich von Misburg; von dort stellt dann Richtung Norden die Stadtgrenze auch die östliche Begrenzung des Beobachtungsgebietes bis zum Beginn des Sperrbezirks an der A2 dar.

Im Beobachtungsgebiet gelten folgende Maßnahmen:

  • Gehaltene Vögel dürfen das Beobachtungsgebiet nicht verlassen.
  • Federwild darf nur mit Genehmigung des Fachdienstes für Verbraucherschutz und Veterinärwesen der Region Hannover gejagt werden.

Wer einen toten Vogel findet, kann sich bei der Veterinärbehörde melden:

  • Die Region ist für die 20 Städte und Gemeinden rund um Hannover zuständig. Im Stadtgebiet ist die Veterinärbehörde der Stadt Hannover Ansprechpartner. Der Fachdienst für Verbraucherschutz und Veterinärwesen der Region Hannover ist montags bis donnerstags von 8 bis 15.30 Uhr und freitags bis 12.30 Uhr unter der Telefonnummer (0511) 616-22095 erreichbar, außerhalb der Dienstzeiten läuft ein Anrufbeantworter mit einer Notfallnummer.
  • Bei der Landeshauptstadt ist die Veterinärbehörde unter 0511-168-31153 erreichbar (außerhalb der Dienstzeit bitte auf den Anrufbeantworter sprechen, Rückruf erfolgt umgehend). In der Landeshauptstadt Hannover können tote Wildvögel (bitte Singvögel und Tauben nur, wenn gleich mehrere tote Tiere gefunden wurden) auch direkt der Rettungsleitstelle unter 112 gemeldet werden. Sie werden dann abgeholt.

jr/ewo/dpa

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