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Von den Aufklärern bis in die Neuzeit

Isernhagen Von den Aufklärern bis in die Neuzeit

Jede Bühne in jedem Ort der Republik freut sich, wenn ein Stück wegen des großen Erfolges wiederholt wird. Das taten am Dienstagabend auch die Schüler des Deutsch-Leistungskurses des Gymnasiums Isernhagen.

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Szene vom literarischen Fest des Gymnasiums Isernhagen.

Quelle: Jürgen Zimmer

Altwarmbüchen. Das „Literarische Fest“ war bereits während der Jubiläumswoche der Schule aufgeführt worden. „Wir freuen uns, dass unsere Arbeit diese Anerkennung bei Ihnen, dem Publikum, findet und wir wegen des ersten Erfolges heute noch einmal auftreten“, bedankte sich Moderator Moritz Rehmert, der die Besucher gekonnt und sympathisch abgeklärt von den Zeiten der Frühaufklärung bis in die Neuzeit führte – von Immanuel Kant über Goethe, Schiller, Schnitzler und Theodor Fontane bis zu Franz Kafka und Berthold Brecht.

Die Idee hatte Lehrerin Steffanie Holzgreve für das Schuljubiläum in den Leistungskurs gebracht. Sie skizzierte das Gerüst, und die Schüler bauten die Revue – denn das war das „Literarische Fest“ – um die Literaten, die sie im Unterricht behandelt haben. Für jeden der großen Namen hatten die Jugendlichen ein eigenes Szenenbild, einen eigenen Ablauf erarbeitet. Mit Verve und schauspielerischem Talent begeisterten die Schüler erneut das Publikum.

So standen sich die Königinnen von Schottland und England, Maria Stuart (Sophie Lahmann) und Elisabeth (Carina Sievers), auf der Bühne gegenüber und warfen sich Schillers Text um die Ohren, während sich auf der Leinwand die heutigen „Königinnen“, die Erste Ministerin Schottlands Nicola Sturgeon und Großbritanniens Premierministerin Theresa May, tief in die Augen blickten. Und die Symbolik des blutroten Kleides der Maria war jedem zugänglich. Auch Dominik Hopf hatte sich etwas Besonderes für „seinen“ Faust ausgedacht. Angelehnt an „Sturm und Drang“, für die Goethe exemplarisch stand, rezitierte Hopf den Faust wie ein „junger Wilder“ mit viel Gestik und Mimik.

Ob das verstörte Fräulein Else aus Arthur Schnitzlers Monolog-Novelle wie ein Derwisch über die Bühne purzelte oder die Protagonisten aus Fontanes „Effi Briest“ und „Irrungen und Wirrungen“ sich in einer modernen Talk-Show gegenüber saßen – der Ideenreichtum war aller Ehren wert. Das fand auch Schulleiterin Christina Bielefeld, als sie bereits bei der ersten Aufführung resümiert hatte: „Das erarbeitete Stück würde in dieser Qualität auf jeder hannoverschen Bühne bestehen.“ Recht hat sie.

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Von Jürgen Zimmer

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