Isernhagen. Mit rund 40.000 Euro würde die Anschaffung und Versicherung der Geräte den Haushalt belasten. Ob die Gemeinde Isernhagen ihre Ratsmitglieder tatsächlich mit den kleinen Tablet-Computern ausstatten soll, darüber wird ab Februar zu diskutieren sein. „Nach langer Prüfung werden wir zu dem Thema eine Vorlage erarbeiten, in der die Vor- und Nachteile aufgelistet sind“, sagt Erster Gemeinderat Frank Niemeier.
Die Idee dahinter ist einfach: Anstelle von Papiervorlagen sollen die Ratsmitglieder künftig über einen kleinen Computer online auf die Informationen der Verwaltung zugreifen können. Das Ratsinformationsportal, das sich im Internet auf der Homepage der Gemeinde Isernhagen abrufen lässt, gibt es dann per App auf die Tablets. Wie viel Papier-, Kopier-, und Portokosten sich damit tatsächlich sparen lassen, mag Niemeier nicht schätzen: „Aber in einem Jahr wie 2012, in dem wir sehr umfangreiche Vorlagen zu zahlreichen Bebauungsplänen hatten, lohnt sich das bestimmt.“
Die technische Ausstattung der Geräte würde sich im Falle, dass der Rat zustimmt, von der in Burgwedel und der Wedemark unterscheiden. Während sich dort die Ratsmitglieder nur kostenlos ins W-Lan-Netz der Rathäuser einloggen können, will Isernhagen seine seine Politiker mit mobilem Internetzugang versorgen. „Wir planen mit einem UMTS-Stick, mit dem man dann überall online gehen kann“, sagt Niemeier.
Die Internetseiten, die die Kommunalpolitiker damit aufrufen können, würden jedoch beschränkt. Facebook und Youtube beispielsweise fielen raus, „allein schon aus Sicherheits- und Datenschutzgründen.“
Sollte der Rat sich für die Tablet-PCs entscheiden, bestehe aber immer noch Wahlfreiheit: „Wer lieber weiter Papiervorlagen möchte, der bekommt sie auch“, verspricht Niemeier. Das gilt aber nicht für die Marke der Tablet-PCs: „Wir wollen das einheitlich, um beispielsweise alle mit der gleichen Anti-Virus-Software bespielen zu können.“
Von Carina Bahl
