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Wählergemeinschaft Bürgerstimme stellt sich vor

Isernhagen Wählergemeinschaft Bürgerstimme stellt sich vor

Die neue Wählergemeinschaft Bürgerstimme Isernhagen ist am Donnerstagabend erstmals auf die Bürger getroffen. Sozial, transparent und bürgernah? Mit Interesse ließen sich die Isernhagener die Wahlziele erklären.

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Die neue Wählergemeinschaft Bürgerstimme Isernhagen präsentiert sich Interessierten im Hotel
restaurant Amadeus in Altwarmbüchen.

Quelle: Carina Bahl

Isernhagen. Allein lässt sich nichts bewegen - allein schafft man es nur schwer in den Rat. Und sollte man am Ende doch als Einzelkämpfer dort landen, warten viel Arbeit und wenig Einfluss. „Das weiß ich gut“, betont Heiko Weichert mit einem Augenzwinkern. Schließlich ist er nicht nur Vorsitzender der Bürgerstimme, sondern aktuell auch noch der einzige Linke im Rat der Gemeinde.

Zehn Isernhagener sind der Einladung zum Kennenlernen nach Altwarmbüchen gefolgt. Neugier und eine gesunde Portion Skepsis zeigen sich in den Gesichtern beim ersten Durchstöbern der ausgelegten Wahlziele. Sozial, transparent, bürgernah - das klingt gut, aber mindestens so unkonkret wie eine politische Orientierung irgendwo „links der Mitte“. Die Vorstellung der Akteure lässt nicht viele Fragezeichen verschwinden: ein seit Jahrzehnten politisch interessierter Pirat, ein Linker, der sich selbst „als nicht radikal und sozialisiert“ beschreibt, eine Ex-SPD-Frau, die seit 13 Jahren im größten Ortsrat der Gemeinde sitzt, und ein kommunalpolitisches Urgestein, kürzlich aus Hannover hergezogen, nebst Lebensgefährtin, die „richtig Lust hat, dabei zu sein“. Einen Fraktionszwang soll es nicht geben - dafür individuelle, freie Entscheidungen fernab des Parteibuches. „Aber natürlich streben wir in die gleiche Richtung“, sagt Ute Bobe - Nicken bei ihren Mitstreitern.

Erst bei den konkreten Themen werden auch die Zuhörer redselig. Das Wahlprogramm bedient viele Bedürfnisse, so scheint es: Wirtschaftliche Interessen sollen in Isernhagen nicht mehr oberste Priorität haben. Der soziale Wohnraum müsse kommen, Ältere wieder eine Chance haben, vom Eigenheim in günstige Wohnungen zu wechseln. Wo soll das möglich sein? Im zweiten Teil der Wietzeaue und vielleicht auf dem Gelände der Christophoruskirche.

Transparenz ist das goldene Wort, wenn es um das Verhältnis von Rathaus und Bürgern geht. Die Sanierungssatzung, die gerade mehr als 1200 Eigentümer im Zentrum ärgert, wird zum Paradebeispiel. „Wir müssen von der Verwaltung immer wieder selbst Informationen einfordern. Das geht so nicht“, kritisiert Bobe. Die Abwasserbeseitigung, die Grundversorgung mit Strom und Gas: All das soll die Gemeinde wieder in die eigenen Hände nehmen. Mit Schüler-, Senioren- und Kita-Parlamenten soll das Mitspracherecht der Bürger gestärkt werden.

Wie lässt sich das schaffen? Natürlich: „Nur gemeinsam. Wir brauchen Ihre Ideen und Unterstützung“, wirbt Hans Lauterwald. Die Diskussionen werden im Laufe des Abends offener, das Kennenlernen ist geglückt. Der Wahlkampf hat begonnen - links der Mitte.

Von Carina Bahl

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