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Weihnachtsgeschenke vom Flohmarkt

Altwarmbüchen Weihnachtsgeschenke vom Flohmarkt

In drei Tagen ist Weihnachten, allmählich ist die Geschenkeliste abgearbeitet. Wie wär’s eventuell noch mit einer Kleinigkeit aus zweiter Hand vom Flohmarkt?

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Astrid Hinrichsen (rechts) zählt zu den Flohmarkt-Routiniers und weiß, was Kunden wünschen: „Es macht aber auch Spaß, ins Gespräch zu kommen.“

Quelle: Jens Niggemeier

Isernhagen. So kurz vor dem Fest schaut vielleicht doch der eine oder andere noch nach einem Präsent, das es so nicht im Geschäft zu kaufen gibt. Die Breite der Palette ist riesig: Von altem Mobiliar, Uhren, Schmuck, Besteck, Geschirr, Kameras und Gemälden über Schallplatten, Bücher, Kleidung, Schuhe und Spielzeug bis hin zu Deko- und Einrichtungsgegenständen gibt es hier reichlich zu entdecken. „Wie wär’s hiermit?“, fragt ein Mittvierziger und hält signierte Siebzigerjahre-Poster von Bud Spencer und Terence Hill in die Höhe. Seine Partnerin hat dafür zwar ein Lächeln übrig, die Geldbörse bleibt jedoch geschlossen.

Zwei Stände weiter erweckt eine Uhr die Aufmerksamkeit eines treusorgenden Vaters, doch die Mama sieht keine Notwendigkeit, dem eigenen Nachwuchs einen gebrauchten Chronometer zu erstehen. „Brauchen wir nicht.“ Bemalte Milchkannen, Melkschemel, Campingstühle in Schwarz-Rot-Gold, Nofretete-Drucke, Zierteller mit Dürer-Motiven, ein Sammelalbum von der Fußball-WM 1970, Wum und Wendelin - hier gibt es einen speziellen Mix. „Bei dir ist doch jeden Sonntag Weihnachten, so viel, wie du immer kriegst“, belehrt ein Opa seinen Enkel - und kauft ihm ein Kinderbuch.

„Ich habe heute extra Schmuck und einige schicke Lampen eingepackt“, sagt Standnachbarin Astrid Hinrichsen. Mit Blick auf Weihnachten würde eventuell der eine oder andere Ehemann doch noch eine außerplanmäßige Geldausgabe erwägen. „Aber auch für den Herrn muss immer etwas dabei sein: Werkzeug oder Tonbänder.“

In diesem Moment hechelt ein Enddreißiger vorbei, greift zu einer Schale aus Metall und Bast: „Ein Weihnachtsgeschenk für meine Frau.“ Zahlt 2,50 Euro und verschwindet. Ihm entgegen kommt ein Junge, im Arm einen Pokal mit der Aufschrift „Mama ist die Beste“. Das Kind weiß, was Mütter sich wünschen.

Jens Niggemeyer

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