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Zentrum in Altwarmbüchen soll saniert werden

Altwarmbüchen Zentrum in Altwarmbüchen soll saniert werden

Nach sechs Jahren des Wartens hat die Gemeinde endlich die Zusage für Fördermittel erhalten, um das Zentrum in Altwarmbüchen aufwendig sanieren zu können. Doch wissen die direkten Anlieger, was finanziell auf sie zukommt?

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Anlieger des Zentrums müssen mit Ausgleichszahlungen rechnen.

Quelle: HAZ Archiv

Isernhagen. Seit 2009 versucht die Gemeinde alljährlich, Fördermittel für die Sanierung des Zentrums in Altwarmbüchen zu bekommen. Sechs Jahre später ist das Happy End in Sicht: Die Gemeinde ist 2015 in das Förderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ aufgenommen worden - 520.000 Euro geben Bund und Land dazu, wenn die Gemeinde selbst 260.000 Euro in die Verschönerung steckt.

Um das Großvorhaben jedoch beginnen zu können, braucht es eine sogenannte förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes. Nicht nur der Marktplatz wird dabei per Satzung als Sanierungsgebiet festgelegt, sondern auch die nähere Umgebung, um später Einfluss auf Entwicklungen rundherum zu haben. Um genau zu sein, finden sich 99 Grundstücke im Gebiet, die allesamt bald einen „Sanierungsvermerk“ im Grundbuch eingetragen bekommen. Die jeweiligen Eigentümer können dadurch Maßnahmen, die zur Attraktivität des Gebietes beitragen, steuerlich geltend machen.

Es gibt aber auch eine Kehrseite der Medaille: Vorhaben, die auf den Grundstücken im Sanierungsgebiet geplant sind, brauchen fortan eine besondere Prüfung - passen sie ins Gesamtkonzept oder nicht? Zudem müssen Grundstückseigentümer mit Ausgleichszahlungen rechnen.

Das Baugesetzbuch legt fest, dass Eigentümer für die durch die Sanierung erfolgte Wertsteigerung ihres Grundstücks an die Gemeinde zahlen müssen. „Wir sind dazu verpflichtet“, betont Bauamtsleiterin Heike Uphoff. Die Fördermittel seien eine tolle Sache, die vielen Formalien, die die Gemeinde dafür einhalten müsse, seien aber nicht ohne. Sobald das Sanierungsgebiet rechtskräftig ist, werde die Gemeinde einen Treuhänder suchen. Dieser wiederum wird die komplette Sanierung extern begleiten.

Was die Anlieger schließlich zahlen müssen, wird ein Gutachterausschuss festlegen. Dieser ermittelt zunächst den Ist-Wert der Grundstücke und nach Abschluss der Sanierung den gesteigerten Wert. Die Differenz muss der Eigentümer per Bescheid bezahlen. „Es ist davon auszugehen, dass Grundstücke direkt im Zentrum eine höhere Wertsteigerung erfahren als abgelegene“, sagt Uphoff. Über den Zeitplan und die Höhe der Ausgleichszahlungen könne jetzt noch nichts gesagt werden.

Die irritierte Reaktion des Ortsrates auf die anstehenden Zahlungen war einhellig: „Wissen die Bürger das denn alles?“, fragte sich nicht nur Hans-Jürgen Beck (Grüne). Sie könnten es zumindest: Mit einer Bürgerversammlung am 25. März 2009 - damals im Rahmen der vorbereitenden Untersuchungen - hat die Gemeinde ihre im Baugesetzbuch festgeschriebene Pflicht der frühzeitigen Beteiligung bereits erfüllt. Dass man diese Versammlung wiederholen müsse, sieht aber nicht nur die Politik so: „Es ist wirklich lange her“, sagt Uphoff. „Es hat Sinn, die Bürger erneut mit ins Boot zu holen.“

Der Bauausschuss berät über das Thema öffentlich am Mittwoch, 30. September, ab 18.30 Uhr in der Buhrschen Stiftung in N.B.

Von Carina Bahl

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