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Zentrumssanierung: Mehr Infos für Betroffene

Isernhagen Zentrumssanierung: Mehr Infos für Betroffene

Das Sanierungsgebiet „Zentrum Isernhagen“ umfasst 99 Grundstücke und betrifft mehr als 1200 Eigentümer. In den nächsten Monaten wird der Rat wichtige Weichen für die millionenschwere Sanierung stellen. Die Transparenz für die Bürger soll dabei obenan stehen.

Isernhagen. Wenn die Sanierungssatzung für den Bereich rund um das Rathaus in Altwarmbüchen in Kürze rechtsverbindlich wird, werden die 1200 Eigentümer die erste Veränderung bemerken: In das Grundbuch ihrer Grundstücke werden Sanierungsvermerke eingetragen. Dies erfolgt kostenlos. Nach Sanierungsende wird der Vermerk erlöscht.

In einem zweiten Schritt wird ein unabhängiger Gutachterausschuss seine Arbeit aufnehmen und die Grundstücke im Sanierungsgebiet bewerten. Nach Abschluss der Sanierung erfolgt dies erneut. So werden die umstrittenen Ausgleichszahlungen berechnet, die Eigentümer für die Wertsteigerung ihrer Grundstücke an die Gemeinde zahlen werden müssen.

Während der Sanierung müssen sich die Bürger für alles, was sie optisch an Grundstück oder Haus ändern wollen, eine Genehmigung der Gemeinde einholen - vom neuen Fenster oder Zaun bis hin zum Abbruch des Carports. Auch neue Mietverträge, der Grundstücksverkauf oder eine Hypothek muss vom Rathaus abgesegnet werden, „damit die beabsichtigten Vorhaben nicht den Sanierungszielen der Gemeinde entgegenstehen“, teilt die Verwaltung mit. Vorteile wie Steuerbegünstigungen und Förderungen stehen hingegen auf der Liste der Vorteile für betroffene Eigentümer.

Um eine „möglichst konfliktfreie Entwicklung zu ermöglichen“, verspricht die Verwaltung Transparenz für die Bürger. Sobald der Sanierungsträger gefunden ist, sollen noch im Januar in einer Informationsveranstaltung die wichtigsten Fragen geklärt werden. Zudem sind Broschüren und persönliche Einzelberatungen geplant.

Um die ersten 520.000 Euro Fördergeld vom Land schnellstmöglich investieren zu können, braucht die Gemeinde von der Politik in den nächsten Monaten konkrete Beschlüsse: Soll die Bothfelder Straße trotz Widerstands der Gewerbetreibenden für den Individualverkehr im Zentrum gesperrt werden? Welche privaten Maßnahmen sollen im Sanierungsgebiet gefördert werden? Welches Pflaster soll auf dem Marktplatz verlegt werden? Und welche Lampe darf es sein? Auch dafür setzt die Gemeinde wie schon bei der Auswahl des Pflasters auf die Installation von Musterstücken - noch in diesem Winter, heißt es.

Von Carina Bahl

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