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Pferd von Metronom erfasst

Isernhagen Pferd von Metronom erfasst

Tragischer Unfall nur wenige Meter vor dem Bahnhof in Isernhagen H.B.: Um 14.54 Uhr ist dort am Sonnabendnachmittag ein Pferd, das auf die Gleise gelaufen war, von einem Nahverkehrszug erfasst und getötet worden. Fahrgäste im Metronom 82821 Richtung Uelzen wurden nicht verletzt. Erst um 16.22 Uhr konnte das Gleis – zeitweise waren beide Richtungen gesperrt – wieder frei gegeben werden.

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Wenige Meter vor dem Bahnhof Isernhagen kommt der  Metronom 82821 nach der Kollision mit dem Pferd zum Stehen.

Quelle: Feuerwehr Isernhagen

Isernhagen H.B.. Wie die Bundespolizei berichtete, sollen in H.B. insgesamt zehn Pferde von einer Koppel nahe der Bahnlinie ausgebrochen sein. Zwei der Tiere seien auf die Gleise gelaufen. Obwohl der Metronom wegen der bevorstehenden Einfahrt in den Bahnhofsbereich schon mit verminderten Tempo fuhr, sei der Zusammenstoß trotz Notbremsung nicht mehr zu verhindern gewesen. „Das zweite Pferd konnte sich beim Ertönen des Notsignals des Zuges noch in letzter Sekunde durch einen Sprung in Sicherheit bringen“, gibt Tobias Plesse, Einsatzleiter der Feuerwehr, weiter, was ihm der geschockte Lokführer berichtet habe.

Der Einsatz von Plesses 18 Kameraden auf dem Bahndamm dauerte mehr als anderthalb Stunden: Am Ende mussten die Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr H.B. mehrere Bäume und einen Zaun aus dem Weg schaffen, um das vom Zug überfahrene Pferd mit Hilfe eines Traktors bergen zu können. Ein herbeigerufener Tierarzt der Tierklinik Isernhagen hatte zuvor nur den Tod des Tieres feststellen können. Das zweite Pferd wurde wie die übrigen ausgebrochenen Tiere unversehrt eingefangen.

400 Reisende müssen warten

Für den blau-gelben Doppeldecker-Zug war die Fahrt nach dem Unfall in Isernhagen zu Ende. Circa 400 Reisende mussten auf dem Bahnsteig die Freigabe der Gleise und den nächsten Zug warten, denn ein Schienenersatzverkehr wurde nicht eingerichtet. Nicht nur im Nahverkehr kam es nach dem Unfall zu Behinderungen, auch ICEs und ICs mussten in Bahnhöfen zwischen Göttingen und Euelzen angehalten werden.

Wie die Pferde aus ihrem Paddock an der Bahnhofstraße in H.B. heraus und dann auf die Gleisanlagen des nahen Hochbahndamms gelangt sind, konnten weder der Sprecher der Bundespolizei noch der Einsatzleiter der Ortsfeuerwehr erklären. Es müsse jetzt überprüft werden, ob die Zäune richtig gesichert waren oder eventuell Fahrlässigkeit im Spiel war. Erst danach lasse sich sagen, ob wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ermittelt werden müsse, so die Bundespolizei.

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