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12 Prozent mehr Unfälle im Stadtgebiet

Laatzen 12 Prozent mehr Unfälle im Stadtgebiet

Im Stadtgebiet Laatzen hat es im vergangene Jahr so oft gekracht wie wohl noch nie: 962 Fälle sind bei der Polizei bekannt geworden. Das entspricht einer Steigerung von rund 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr (857).

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Im Jahr 2016 stieg die Zahl von Fahrerfluchten nach Parkremplern und anderen Sachbeschädigungen von Fahrzeugen.

Quelle: Archiv

Laatzen. Immerhin aber - und das ist das den Umständen entsprechend erfreulichere Detail der Verkehrsunfallstatistik für Laatzen - ist die Zahl der Verletzten nicht ganz so stark gestiegen, sondern nur um etwa 6 Prozent auf insgesamt 105. Zu ihnen gehören 14 Leicht- und 92 Schwerverletzte. „Wir bewegen uns auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr“, sagte der Leiter des Einsatz- und Streifendienstes Gordon Hartmann im Beisein von Kommissariatsleiter Ludger Westermann und weiteren Polizeivertretern am Mittwoch.

Trauriger Höhepunkt des vergangenen Jahres: Zwei Menschen starben auf Laatzens Straßen, im Dezember ein 81-Jähriger auf der Bundesstraße 443 nahe Rethen sowie am Pfingstmontag eine 39-jährige Autofahrerin auf der B6 bei Gleidingen.

Einen besonders großen Anteil an den 962 erfassten Unfällen in Laatzen machen Fahrerfluchten aus: 284. Damit versuchte sich fast jeder Dritte Unfallverusacher seiner Verantwortung zu entziehen. „Für mich ist es unbegreiflich, wie diese Zahl zugenommen hat“, sagte Stefan Schwarzbard, der Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes (KED). Wenn ein Lastwagenfahrer mit seinem Anhänger einen Außenspiegel beschädige und das nicht merke, könne er das noch glauben. Wenn ein Auto aber auch mit geringer Geschwindigkeit gegen ein anderes fahre oder eine Tür beim Öffnen in den daneben parkenden Wagen falle, bleibe das in der Regel nicht unbemerkt. Wer sich dann entferne, ohne den Schaden zu melden, mache sich strafbar. Ab einem Schaden von 1500 Euro könne sogar der Führerschein entzogen werden, so Schwarzbard.

Die Aufklärungsquote bei Verkehrsunfallfluchten liegt mit 39 Prozent auf dem Vorjahresniveau. Die allermeisten Fälle von Sachbeschädigungen an Autos ereigneten sich auf den Parkplätzen rund ums Leine-Center oder vor großen Märkten. Häufig gebe es keine Zeugen und kaum Spuren.

Zu den Hauptursachen von Verkehrsunfällen gehören Vorfahrts-und Geschwindigkeitsverstöße, zu wenig Abstand oder falsches Abbiegen. Als nächste Unfallursache folgt das Fehlverhalten von und gegen Radfahrer und Fußgänger. Diese machen einen zahlenmäßig eher geringen Anteil in der Statistik aus. Doch wenn sie beteiligt sind, sind Verletzungen ungleich schwerer als bei Autofahrern.

Die Polizei setzt weiter auf Prävention und will die regelmäßigen Kontrollen im Straßenverkehr auch in diesem Jahr fortsetzen. Zudem sind Verkehrsaufklärungsprojekte in Kitas, Schulen und mit Senioren geplant.

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