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Sprach-Kitas bekommen Unterstützung

Alt-Laatzen Sprach-Kitas bekommen Unterstützung

Jungen und Mädchen sollen in Kindertagesstätten verstärkt beim Sprachlernen unterstützt werden. Dafür stellt der Bund insgesamt 400 Millionen Euro zur Verfügung. Ein Teil des Geldes fließt an drei Kindertagesstätten in Laatzen.

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Insgesamt 13 Sprachförderkräfte und Kitaleiterinnen aus Laatzen, Langenhagen, Lehrte, Burgdorf und Uetze nehmen an dem Förderprogramm teil.

Quelle: Stephanie Zerm

Alt-Laatzen. Bereits seit Januar nehmen die Kitas am Marktplatz, Im Langen Feld und die Kita der Thomasgemeinde an dem Bundesprogramm "Sprachkitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist" teil. Dabei finanziert das Bundesfamilienministerium noch bis Ende 2019 in jeder der Kitas eine zusätzliche Sprachförderkraft.

Seit 1. Mai werden die Erzieher in den drei Sprachkitas zusätzlich von Nicole Kwasnik unterstützt, die sie gemeinsam mit den Kita-Leitern qualifiziert. Dabei ist Kwasnik für insgesamt 13 Kitas in Laatzen, Langenhagen, Lehrte, Burgdorf und Uetze zuständig und pendelt zwischen den Einrichtungen. Angestellt ist sie bei der Leine-VHS, ihr Gehalt wird jedoch vollständig vom Bund bezahlt.

"Die Kinder sollen für das Sprachlernen nicht in eine extra Gruppe ausgesondert werden, sondern während des Alltags Deutsch lernen", erklärt Kwasnik das Programm. Dazu sollten die Erzieher und pädagogischen Mitarbeiter Gesprächsanlässe im Alltag nutzen - etwa beim An- und Ausziehen der Garderobe oder beim Essen. So könnten im feinfühligen Dialog mit dem Kind dessen Wortschatz und Sprachfähigkeiten erweitert werden.

Dies tut laut Elke Salewski, Fachberaterin für Sprachbildung bei der Stadt Uetze, auch not. "Heute kommen die Kinder viel jünger in die Kitas als früher", sagt sie. Von daher müssten die Erzieher auch die Sprachfähigkeit der bis zu Dreijährigen erweitern, was sonst die Eltern übernähmen. Generell werde in vielen Familien auch nicht mehr so viel mit den Kindern gesprochen. "Manche Eltern denken, ihr Kind lernt die Sprache vor dem Fernseher." Hinzu komme, dass viele Jungen und Mädchen mehrsprachig aufwüchsen. In Laatzen sind dies 60 Prozent, erklärt Stadtmitarbeiterin Babett Fandrich, die das Programm sehr begrüßt.  "In Laatzen ist Sprachförderung im Elementarbereich zwar etabliert - mit guten Erfolgen. Wir sind aber froh, dass wir nun von einer Fachberaterin unterstützt werden."

Von Stephanie Zerm

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