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14-jähriger Syrer besucht neue Sprachlernklasse

Laatzen-Mitte 14-jähriger Syrer besucht neue Sprachlernklasse

Der 14-jährige Syrer aus Laatzen-Mitte, der drei Wochen nach Schulbeginn im August noch auf seinen Schulstart wartete, besucht ab sofort die Albert-Einstein-Schule (AES). Dort wurde nach vielen Anmeldungen nicht-deutschsprachiger Kinder zum 5. September eine neue dritte Sprachlernklasse gebildet.

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Symbolbild

Quelle: Peter Steffen

Laatzen-Mitte. Insgesamt führte allein die AES im August 16 professionelle Aufnahmegespräche mit nicht-deutschsprachigen Schülern. Dies habe gezeigt, dass nach der Auflösung der bisherigen dritten Sprachlernklasse zum Sommer erneut eine eingerichtet werden muss, sagte AES-Direktor Christian Augustin.

Wenn auch nicht alle, so sind doch viele Sprachlernschülern Flüchtlinge - auch der 14-jährige Syrer, dessen offenbar noch ausstehende Beschulung jüngst Schlagzeilen machte. Wenn Landesschulbehörde und AES sich auf Nachfragen auch nicht zu Details äußern oder Mutmaßungen über den Fall anstellen wollten, so bestätigten doch beide, dass der 14-Jährige im August bereits namentlich bekannt war und dessen Aufnahme vorbereitet wurde. "Nachdem er sich in der Schule gemeldet hat, gab es auch ein Gespräch und wurde festgestellt, dass er beschult wird", sagte Christopher Winkler von der Landesschulbehörde.

Das erlasskonforme Aufnahmeverfahren nicht-deutschsprachiger Schüler in Laatzen und konkret an seiner Schule erläutert Augustin wie folgt: Sobald sich ein schulpflichtiges Kind in einer Schule vorstellt, ist diese für die weiteren Schritte verantwortlich. Bei dem Erstkontakt im Sekretariat werden Personalien und Kontaktdaten des Kindes aufgenommen und anschließend die übrigen Schulen informiert, um Doppelmeldungen zu verhindern.

"Die Flüchtlinge kommen irgendwann zwischendurch", so Augustin. Um die Kinder und Familien professionell und ausführlich beraten und individuell passende Klasse für sie finden zu können, würden feste Termine für ein Aufnahmegespräch mit der Schule und den Lehrenden der Sprachlernklasse vergeben: an der AES ist das ein fester Wochentag, immer donnerstags. Abgefragt wird dann unter anderem, wie regelmäßig das Kind bisher eine Schule besucht hat, ob Zeugnisse aus dem Heimatland vorhanden sind und welche Sprachen es beherrscht - schriftlich und mündlich.

Die auszufüllenden Formulare gibt es bei der AES nicht nur auf Deutsch sondern liegen auch mit Übersetzungen auf Kurdisch, Arabisch, Englisch, Französisch Polnisch und Russisch vor.

An den Donnerstagsterminen ist Zeit für Gespräche mit vier Kindern, in Ausnahmefällen wie bei Geschwistern auch bis sechs. Ist die Warteliste lang, kann es vorkommen, das eine Familie erst einen Termin für das Aufnahmegespräche in der übernächsten Woche erhält.

"Gerade die Sprachlernkräfte haben sehr viel zu tun Wir müssen auf die Kapazitäten achten", betonte Augustin, der allgemein das große Engagement und namentlich das von Anja Fischer, der für den Sprachlernbereich Hauptverantwortlichen, lobt. "Den Bereich zu organisieren ist sehr herausfordernd", sagt Augustin, an dessen Schule nun die dritte Sprachlernklasse eingerichtet wurde: "Wir tun wirklich etwas, was hochgradig sinnvoll ist."

Von Astrid Köhler

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