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1700 Schüler stellen Geburtstagsgruß für AES

Laatzen-Mitte 1700 Schüler stellen Geburtstagsgruß für AES

Rund 1700 Schüler und Lehrer haben am Donnerstag einen riesigen Schriftzug auf dem Sportplatz der Albert-Einstein-Schule gebildet. Aus der Luft waren deutlich die Worte "AES 40 Jahre" zu sehen - und per Drohne im Bild festgehalten.

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Die knapp 1700 Schüler und Lehrer der Albert-Einstein-Schule bilden auf dem Sportplatz den Schriftzug "AES 40 Jahre". Das Bild wurde mit einer Drohne aufgenommen.

Quelle: Oleg Penner / CopterInspektion

Laatzen-Mitte. Mehrere Wochen lang hatte das Kollegium die Aktion auf dem Sportplatz geplant. In der vergangenen Woche wurden die Worte bereits abgesteckt, damit das Ganze möglich reibungslos über die Bühne geht - schließlich ist es für die Lehrer gar nicht so einfach, die knapp 1700 Schüler zu koordinieren.

Am Ende klappte aber alles: Gegen 11 Uhr formierten sich die Schüler und Lehrer, und kurz darauf schwirrte schon die Drohne über die Köpfe der Menschenmasse. Oleg Penner von der Firma CopterInspektion fotografierte und filmte den menschlichen Schriftzug, mit dem die Schüler und Lehrer der AES zum 40. Geburtstag gratulierten, aus der Luft. Per Lautsprecher gaben die Lehrer Anweisungen für einige Bewegungen. So rollte unter anderem mehrfach eine La-Ola-Welle über den Sportplatz.

Im Anschluss an die Aktion versammelten sich die Schüler zum Flashmob: Die beiden Lehrerinnen Sonja Kollmeyer und Claudia Kienert postierten sich auf Tischen vor der versammelten Schülerschaft und gaben die von Musik begleiteten Bewerbungsübungen vor. Zum Abschluss der Feier ließen die Schüler mit Helium gefüllte Ballons aufsteigen. Und so stiegen ziemlich genau um 12 Uhr 1700 farbige Ballons in den Himmel über Laatzen auf.

Am Nachmittag gab es eine Feierstunde mit geladenen Gästen in der gerade erst wieder eröffneten Sporthalle.

Am Nachmittag kamen rund 500 Gäste in der Sporthalle zusammen. Pensionierte und aktive Lehrer, ehemalige Schüler und Gäste aus der Politik blickten auf die Geschichte der Schule zurück. „Die Albert-Einstein-Schule gehört zur ersten Generation der Gesamtschulen in Niedersachsen“, sagte die Landtagsabgeordnete Silke Lesemann, die die AES als Erfolgsgeschichte bezeichnete. „Gesamtschulen standen damals in einer heftigen Debatte“, ergänzte Schuldezernent Hans-Joachim Bahr. Kurz nach der Gründung sei diese Schulform sogar nicht mehr zugelassen worden.

Der ehemalige Realschulzweigleiter Peter Lauenstein erinnerte in einer Talkrunde an die Vorurteile, mit der die AES zu kämpfen hatte. „Wir mussten viel aushalten. Viele sagten: Da schicke ich meine Kinder nicht hin, sie sollen eine ordentliche Schule besuchen.“ Erst nach und nach und mit viel Engagement der Lehrkräfte habe sich diese Sicht gewandelt. Seine damalige Kollegin Gisela Geigk-Bruchmann betonte, dass der gute Zusammenhalt von Schülern und Lehrern dazu beigetragen habe.

Stephen Smith, der seit 1976 Lehrer an der Schule ist, erinnerte an den jahrzehntelangen Konkurrenzkampf mit dem Erich-Kästner-Schulzentrum. „Diese groteske Konkurrenz hat sich zum Glück deutlich verbessert“, sagte auch der Regionspräsident und ehemalige Laatzener Bürgermeister Hauke Jagau erfreut, der zusammen Renate Kruse zum Gespräch aufs Podium trat.

Die ehemalige Direktorin machte unter anderem deutlich, dass die AES eine der ersten Schulen gewesen sei, die mit Unterstützung der Stadt Sozialarbeiter eingestellt habe. „Heute sollen alle Schulen Sozialarbeiter haben. Es gibt aber keine, weil 20 Jahre lang keine eingestellt wurde“, merkte sie kritisch an.

AES trägt jetzt den Titel Europaschule

Die Albert-Einstein-Schule darf sich seit dem 1. August Europaschule nennen. Die entsprechende Urkunde überreichten Hans-Joachim Bahr und Dagmar Kießling von der Landesschulbehörde Schulleiter Christian Augustin gestern im Rahmen des Festaktes. „Trotz der Feier bekommen Sie das Zertifikat nicht als Geschenk, sondern als Auszeichnung für ihre besonderes Engagement“, sagte Bahr. Das Zertifikat ist zunächst fünf Jahre gültig, dann werden die Voraussetzungen erneut überprüft.

„Die Schule überzeugt mit vielen beeindruckenden Projekten“, lobte Bahr. Es gebe einen regen internationalen Austausch mit anderen Schulen, zudem fördere und lebe die AES die Mehrsprachigkeit und das Miteinander der Kulturen. „Europäische Themen sind im Unterricht verankert, außerdem werden insbesondere die sozialen Kompetenzen gestärkt“, sagt Bahr. „Ich freue mich, dass sie das Friedensprojekt Europa gerade hinsichtlich der schwierigen Zukunftsentwicklung mitgestalten.“

Bürgermeister Jürgen Köhne fand zudem den Zeitpunkt passend, zu dem die Schule die Auszeichnung jetzt erhält. „Wir haben in diesem Jahr Jubiläen mit all unseren Partnerstädten“, sagte er. „Die Verbindung mit Guben und Gubin besteht seit 25 Jahren, mit Waidhofen seit 30 Jahren. Und seit 50 Jahren pflegen wir die Städtepartnerschaft mit Grand Quevilly. Da passt es sehr gut, dass die AES genau jetzt eine solche Auszeichnung erhält.“

Die Auszeichnung bescheinigt der AES, dass sich Schüler als auch Lehrer in besonderem Maße für ein vereintes Europa einsetzen.

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Von Daniel Junker

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