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EKS beschäftigt sich mit Gewaltprävention

Laatzen-Mitte EKS beschäftigt sich mit Gewaltprävention

Zwei Tage lang habe sich rund 260 Gymnasiasten und Oberschüler des Erich-Kästner-Schulzentrums (EKS) auf vielfältige Weise mit Themen der Gewaltprävention beschäftigt. Aufhorchen ließ bei der Präsentation am Freitag die Ankündigung, das Team Cybermobbing als Anlaufstelle fortbestehen zu lassen.

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Gewaltpräventionstage am Erich-Kästner-Schulzentrum: Zwei Tage lang haben sich 260 Gymnasiasten und Oberschüler in Laatzen mit verschiedenen Formen der Gewalt und Lösungsmöglichkeiten beschäftigt.

Quelle: Astrid Köhler

Laatzen-Mitte. "Leben gestalten ohne Gewalt" war das Motto der von beiden Schulen mit Regionaldiakon Gunnar Ahlborn und weiteren Vertretern der evangelischen Kirche organisierten Projekttage. Rund 170 Acht- und Neuntklässler des Gymnasiums sowie der 9. Jahrgang der Oberschule hatten sich für zwölf Workshops eingeschrieben: Musikangebote, Tanz, Theater, Radio- und Videoworkshops aber auch ein reines Männerprojekt ("Männersachen"), die Trendsportart Parkour, Entspannungsübungen sowie eine Gruppe, die sich mit Cybermobbing auseinandersetzte.

"Wir sind keine Schule mit großen Gewaltproblem", betonte die stellvertretende Leiterin des Gymnasiums Anneliese Schmidt am Freitag - gleichwohl: "Wir gehe sehr bewusst mit aufkeimender Gewalt um, indem wir sofort reagieren". Ziel der Gewaltpräventionstage sei es, die Schüler zu sensibilisieren Konflikte frühzeitig zu erkennen und ebenfalls sofort zu reagieren.

Beleidigungen unter Schülern ("Du Hurensohn", "Du Schlampe"), abwertende Kommentare zu einem geposteten Foto oder der Aufruf zur körperlichen Gewalt als Aufnahmekriterium in einer Gruppe: Anschaulich präsentierten die Jugendlichen sowohl auf der Bühne als auch in mehreren Kurzfilmen Konfliktsituationen und stellten dabei auch alternative Lösungsvorschläge vor: nicht wegschauen, das Unrecht benennen, Unterstützer suchen, helfen. 

Die Workshopgruppe, die sich mit Cybermobbing beschäftigte - einer Form der Bloßstellung, Nötigung und Schikanierung von Menschen über soziale Netzwerke, Videoportale oder andere Internetangebote - arbeitete besonders nachhaltig. Wie Workshopleiterin Stephanie Oldenburg und ihre Kollegin betonten, wollten die Teilnehmer als festes Anti-Cybermobbing-Team weitermachen und bei Bedarf Ansprechpartner für Betroffene sein.

Das Thema Gewalt betreffe alle, erklärte Amber (9b) zum Abschluss der beiden Projekttage: "Man darf nicht wegschauen, man muss einschreiten." Und die achtkässler Lena und Finn sagten, ihnen sei erst jetzt bewusst geworden, wie extrem Gewalt in den Alltag integriert sei.

Finanziert wurden die Projekttage, die es in dieser Form bereits zum zweiten Mal seit der Premiere 2014 gab, aus dem Programm Demokratie leben.

Die mithilfe eines Profis von EKS-Schülern erstellten Radiobeiträge zum Thema Gewalt sollen demnächst bei  Radio Leineherz 106,5 gesendet werden.  Der Termin steht  noch nicht fest.

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Von Astrid Köhler

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