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30 Vereine aus drei Ländern treffen sich

Laatzen-Mitte 30 Vereine aus drei Ländern treffen sich

Musiker, Sportler und Künstler aus Laatzen und den Partnerstädten haben sich am Sonnabend im Stadthaus getroffen. Dabei haben sie alte Kontakte wieder aufleben lassen und Termine für gemeinsame Veranstaltungen vereinbart.

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Vertreter aus insgesamt 30 Vereine aus Laatzen und den Partnerstädten treffen sich.

Quelle: Stephanie Zerm

Laatzen-Mitte. In den vergangenen Jahren waren die Kontakte zwischen Laatzen und den Partnerstädten Grand Quevilly und Guben und Gubin ein wenig eingeschlafen. Das hat sich am Sonnabend geändert. Auf Einladung der Stadt waren acht Vereine aus Guben, fünf aus Gubin und zwei aus Grand Quevilly nach Laatzen gekommen. Im Stadthaus trafen sie sich mit Vertretern von 15 Laatzener Vereinen.

"Wir haben Tische zu verschiedenen Themengruppen wie Radfahren, Schachspielen, Schwimmen oder Kunst gebildet, an denen dann rund 80 Vertreter aus Frankreich, Polen und Deutschland Platz nahmen und zwei Stunden lang darüber sprachen, wie sie ihre Zusammenarbeit ausbauen können", berichtet Stadtsprecher Matthias Brinkmann. Dabei seien viele neue Kontakte geknüpft und alte neu belebt worden.

"Es war ein sehr lebendiges und intensives Treffen", sagt Francine Thébault aus Grand Quevilly. Dabei seien auch mehrere konkrete Termine für gemeinsame Veranstaltungen vereinbart worden.

Unter anderem wollen Laatzener im November nach Grand Quevilly zur Feier der 50-jährigen Städtepartnerschaft reisen, um dort ein Konzert zu geben und ein Theaterstück aufzuführen. Im nächsten Frühjahr fahren Radfahrer und Musiker aus Laatzen nach Gubin, um dort bei der Veranstaltung Frühling an der Neiße mitzuwirken. Im Dezember nimmt der Schachverein aus Gubin an einem Schachturnier in Laatzen teil und im August 2017 tritt ein Chor aus Guben in Laatzen auf.

Auch auf Verwaltungsebene und innerhalb der politischen Gremien solle der Austausch verstärkt werden, sagt Bürgermeister Jürgen Köhne. "Zwei Mitarbeiter aus unserem Rathaus werden demnächst Grand Quevilly besuchen und sich ansehen, wie die Verwaltung dort arbeitet." Ein Praktikant aus der französischen Partnerstadt Laatzens habe bereits vier Woche lang die Arbeit im Laatzener Rathaus kennengelernt.

Der Ausbau der Städtepartnerschaften gehe auf einen Ratsbeschluss aus dem Jahr 2014 zurück, erläutert Petra Hermann (SPD). "Dabei sind wir jetzt auf einem sehr guten Weg, den wir auch weitergehen wollen." Dazu solle unter anderem auch verstärkt darauf hingewiesen werden, welche Fördermöglichkeiten es in den Partnergemeinden gebe.

Was hat Ihnen das Treffen gebracht?

Guy Ridel, President Sportverein Espadon Grand Quevilly:

Ich bin schon zweimal mit einer Schwimmmannschaft in Laatzen gewesen. Das letzte Mal vor acht Jahren. Dann ist der Kontakt leider eingeschlafen. Zwischen dem VfL Grasdorf, dem TSV Rethen und unserem Verein gibt es viele Schnittpunkte. Daher bin ich begeistert, dass die Verbindung nun neu belebt wird. Ich bin der Stadt Laatzen sehr dankbar, dass sie den Kontakt wieder hergestellt hat. Wir haben bereits vereinbart, dass Pfingsten eine Delegation des VfL Grasdorf und des TSV Rethen zu uns kommt, um die weitere Zusammenarbeit zu besprechen. Und Ende Oktober 2017 können Schwimmer aus Laatzen an unseren Schwimmwettkämpfen teilnehmen.

Tobias Voigt, Präsidiumssprecher VfL Grasdorf:

Der Kontakt zu den Schwimmern in Grand Quevilly war bei uns schon Tradition. Dann ist er leider eingeschlafen und wir haben nicht die richtigen Ansprechpartner gehabt, um ihn neu zu beleben. Nun sind wir froh, dass dies nun endlich gelungen ist. Wir wollen nun versuchen, die Zusammenarbeit auch auf andere Sportarten wie Judo und Bogenschießen auszuweiten. Denn diese gibt es sowohl bei uns als auch in Grand Quevilly. Wenn die Jugendlichen im VfL mit diesen Kontakten aufwachsen, gibt es eine gute Chance, dass sie auch künftig weitergeführt werden.

Stefan Pilaczynski, Freunde des Gubiner Landes

Ich habe fast 70 Jahre auf diesen Moment gewartet. Es hat zuvor immer Barrieren und Grenzen gegeben. Jetzt bin ich überglücklich, endlich einmal Laatzen kennenlernen zu können. Bei uns in Gubin spricht man seit 25 Jahren von Laatzen. Und ich wollte unbedingt die Menschen hier kennenlernen. Wir arbeiten schon seit längerem mit den Heimatfreunden Ingeln und dem Kulturring Gleidingen zusammen. Jetzt bin ich stolz, meinen Verein hier vorstellen zu können. Unser Ziel ist es, die Geschichte zu bewahren und zu achten. Unter anderem pflegen wir auch Gräber von Deutschen, die früher in Gubin gelebt haben. Aber wir haben dieselben Probleme wie die Vereine in Laatzen: Unsere Mitglieder werden immer älter, und es fällt uns schwer, Nachwuchs zu finden.

Klaus Bramburger, Künstler aus Guben

Ich war vor 25 Jahren bei der Gründung der Städtepartnerschaft mit dabei. Das hat mir viel gebracht. Ich habe mich in Laatzen ausführlich über die Finanzierung von Kunst informiert. Denn zuvor wurde in der DDR ja alles staatlich gefördert. Nach meinem Besuch in Laatzen habe ich dann die Gubener Kunstgilde gegründet. Zu meinem 80. Geburtstag im nächsten Jahr mache ich eine Ausstellung sowohl in Guben als auch in Gubin. Und meine Bilder werden auch bald im Laatzener Rathaus hängen. Wenn Bürgermeister Jürgen Köhne im nächsten Frühjahr nach Guben kommt, wird er einige meiner Bilder mitnehmen und sie in seinen Räumen im Rathaus ausstellen.

Von Stephanie Zerm

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