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Feuerwehr simuliert Busunfall mit 34 Verletzten

Alt-Laatzen Feuerwehr simuliert Busunfall mit 34 Verletzten

Es war eine der aufwendigsten Übungen der Laatzener Feuerwehr seit Jahren: Hunderte Einsatzkräfte sind am Freitagnachmittag zur Ulmer Straße in Alt-Laatzen ausgerückt, um einen Unfall mit einer Lok und einem Bus zu simulieren. Der Bus war eigens aus Bremen herbeigeschafft worden.

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Das Szenario bei der Großübung der Laatzener Feuerwehr sieht vor, dass eine Rangierlok an der Ulmer Straße einen Bus rammt - ein Fahrzeug wird darunter eingequetscht. Der Rettungsdienst versorgt insgesamt 38 Personen - mit teilweise drastisch geschminkten Verletzungen.

Quelle: Dorndorf

Alt-Laatzen. Zu hören war der Einsatz fast im ganzen Stadtgebiet: Als klar wurde, wie gravierend das Einsatzszenario war, löste die Feuerwehr um 17.07 Uhr Vollalarm in Laatzen aus, so dass in allen Ortsteilen Sirenen heulten und immer weitere Rettungsfahrzeuge durch die Straßen eilten.

Dem war um 16.44 Uhr ein erster Alarm vorangegangen. Das Szenario: Auf Höhe der Firma CG Chemikalien an der Ulmer Straße - schräg gegenüber dem Luftfahrtmuseum - rammt eine Rangierlok einen Bus. Der Bus kippt daraufhin auf einen vorbeifahrenden Pkw, es gibt mehr als 20 Verletzte. Hinzu kommt: Ein Waggon hat Gefahrgut geladen.

Die eingetroffenen Einsatzkräfte stützen den Bus mit Holzkeilen ab und durchschlagen zwei Scheiben, um die vermeintlich Verletzten daraus zu befreien. Die Statisten sind dabei realistisch geschminkt, das Spektrum der Verletzungen reicht von Kopfwunden über Blessuren bis hin zum Toraxtrauma. Dass dies alles so echt wirkt, ist kein Wunder: Die Statisten gehören teilweise der Realistischen Unfalldarstellung des DRK an, die auf solche Übungen spezialisiert ist. Versorgt werden sie unter anderem vom Latzener DRK-Rettungsdienst und der DRK-Sondereinsatzgruppe (SEG) aus Empelde.

Glücklicherweise stellt sich während der Übung heraus, dass der mit Chemikalien gefüllt Tank des Waggons hält. "Sonst hätte man Hannover nachalarmieren müssen", sagt Laatzens Feuerwehrsprecher Gerald Senft - so wie beim echten Chemieunfall an gleicher Stelle vor vier Jahren.

Vorbereitet worden war die Übung mehr als einer Woche lang: Um den Busunfall zu simulieren, hatte das Transportunternehmen Leifheit aus Pattensen eigens einen ausrangierten Bus aus Bremen mit einem Tieflader herbeigeschafft und mit Hilfe eines Krans auf die Seite gekippt. Hintergrund: Feuerwehrmann Stefan Schultze, der die Übung erdacht hat, kennt Firmenchef Dieter Leifheit so gut, dass die Spende für diesen Ehrensache war.

Der Einsatz war gegen 18 Uhr beendet. Die Bilanz der Retter: Insgesamt wurden 34 Verletzte versorgt und vier weitere Personen betreut. Die Aufräumarbeiten begannen unverzüglich. "Bis morgen Früh ist hier alles wieder weg", versicherte Leifheit.

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Fotostrecke Laatzen: Feuerwehr simuliert Busunfall mit 34 Verletzten

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