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Ebru-Kunst ist im Stadthaus zu bewundern

Laatzen-Mitte Ebru-Kunst ist im Stadthaus zu bewundern

Bei einem siebenwöchigen Kunstprojekt haben 40 Kinder aus verschiedenen Herkunftländern eine Ausstellung zusammengestellt, die jetzt im Laatzener Stadthaus zu sehen ist.

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Zeliah (8) aus Laatzen hat beim dem Ebru-Kunstprojekt teilgenommen.

Quelle: Ralf Schunk

Laatzen-Mitte. Irgendwie sind alle begeistert: die beteiligten Kinder, deren Eltern, Kursleiterin Hülya Gevrek, Heike Scheunert vom Stadthaus und nicht zuletzt die Besucher. Wovon? Von den Ergebnissen des Kunstprojekts, in dessen Rahmen unzählige Kunstwerk in einer Technik mit dem geheimnisvollen Namen Ebru entstanden sind. Seit Freitag können sie in sämtlichen Räumen im Obergeschoss des Stadthaus bestaunt werden.

Ebru stammt von dem persischen Wort ebri ab, was soviel wie wolkenartig bedeutet. In eine mit Algen versetzte Wasserlösung werden spezielle Farben gemischt. Dann beginnt der kreative Teil: Mit einem Pinsel oder anderen Werkzeugen werden in der Lösung abstrakte Muster oder auch gegenständliche Formen erzeugt. Ein Prozess, bei dem sich die eigene Kreativität mit dem zufälligen Fluss der zähflüssigen Lösung ergänzt. Jedes Ebru – abschließend wird das Werk mit Papier abgenommen – ist ein Unikat.

Dass das alles sehr viel Spaß macht, zeigen die vielen vielen Ebrus, die von den rund 40 an dem Projekt beteiligten Kindern im Alter zwischen vier und 13 Jahren geschaffen wurden. „Die waren mit einer solchen Begeisterung bei der Sache. Es war faszinierend", berichtet Heike Scheunert. Nicht anders erging es der Hannoveranerin Hülya Gevrek von der Initiative KiWoWi (Kinder wollen Wissen), die den Kindern bei der Vernissage ein dickes Lob aussprach: „Diese Ausstellung gehört euch. Ihr könnt stolz auf euch sein."

Sowohl für Scheunert als auch für Gevrek stand bei dem Projekt nicht zuletzt der interkulturelle Aspekt mit Vordergrund. Ebru ist eine vermutlich aus Ostasien stammende Kunstform, die ihren Höhepunkt im Persien des 16. Jahrhunderts erlebte. Im Laatzen des 21. Jahrhundert trug sie nun dazu bei, Kinder aus unterschiedlichsten Herkunftsländern miteinander zu verbinden.

Darüber, wie lange die Bilder im Stadthaus gezeigt werden dürfen, musste Heike Scheunert übrigens zähe Verhandlungen mit den Kindern führen. „Bis Ende Februar", sagt sie, „mehr war nicht drin."

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Fotostrecke Laatzen: Ebru-Kunst ist im Stadthaus zu bewundern

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Von Ralf Schunk

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