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59 neue Flüchtlinge kommen in Laatzen an

Laatzen-Mitte/Gleidingen 59 neue Flüchtlinge kommen in Laatzen an

Die Stadt hat ihre vierte Sammelunterkunft für Flüchtlinge eröffnet: 59 Menschen aus unterschiedlichen Ländern sind am Mittwoch im Rathaus empfangen und registriert worden. Im Anschluss bezogen sie die neue Unterkunft im ehemaligen Hotel 64 in Gleidingen. Das Wohnheim wird von der Awo betreut.

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Stadtmitarbeiter Florian Otta und Taghia Salem vom Arbeiter Samariter Bund (ASB) registrieren die Flüchtlinge im Rathaus.

Quelle: Daniel Junker

Laatzen-Mitte/Gleidingen. Am Vormittag waren die Flüchtlinge aus Syrien, Albanien, dem Irak, Marokko, der Elfenbeinküste und Eritrea mit dem Bus aus Braunschweig angereist, ab 11 Uhr schleppten die ersten Frauen und Männer ihre Koffer in die fünfte Etage des Rathauses. Im Sitzungsraum hatten die städtischen Mitarbeiter eine Registrierungsstelle eingerichtet.

Vor Ort beantwortete die Flüchtlingssozialarbeiterin Suvar Düsmezer die zahlreichen Fragen. Insbesondere wollten die Frauen und Männer etwas über ihr neues Zuhause in Gleidingen wissen. Düsmezer teilte mit, dass das Essen für die Flüchtlinge angeliefert wird - eine Küche ist in der Einrichtung nicht vorhanden. Mittags wurden die Flüchtlinge dann per Bus nach Gleidingen gebracht.

Versorgt und betreut werden sie von der Awo Region Hannover, die bereits in Lehrte ein Flüchtlingswohnheim betreibt. "Es ist eine Herausforderung, aber bisher läuft alles recht gut", sagte Sozialarbeiter Nezir-Bajdo Begovoc kurz nach dem Einzug. Bei einigen Zimmern musste kurzfristig noch die Belegung geändert werden, auch über die Essensversorgung  machten sich die Mitarbeiter noch Gedanken: Im Gemeinschaftsraum im Keller des Hauses finden nicht alle Flüchtlinge gleichzeitig Platz. "Wir werden das Essen in zwei Schichten ausgeben müssen."

In der Einrichtung ist rund um die Uhr ein Ansprechpartner vor Ort. Tagsüber übernehmen die Mitarbeiter der Awo diese Aufgabe, abends und nachts wird ein Sicherheitsdienst eingesetzt.

In den nächsten Tagen sollen sich die Flüchtlinge zunächst in Ruhe in dem Haus einleben. "Mitte oder Ende Januar werden wir dann auf die Nachbarn zugehen und zu Gesprächen einladen", sagt Awo-Fachbereichsleiterin Gabriele Schuppe. Als Ansprechparter stehen für die Bürger weiterhin auch die städtischen Flüchtlingssozialarbeiterinnen zur Verfügung.

In dem Hotel gibt es Einzel- und Doppelzimmer. Einige der Doppelzimmer eignen sich nach Auskunft der Stadt auch als Drei-Bett-Zimmer.

Weitere Sammelunterkünfte in Planung

Das ehemalige Hotel 64 ist die vierte Sammelunterkunft in Laatzen. Über den Bestandsbau in Rethen mit aktuell 53 Plätzen hinaus waren in diesem Jahr bereits neue Heime im ehemaligen Hotel Sleep In in Oesselse (57 Plätze) und (befristet) an der Alt-Laatzener Grundschule (52) entstanden. Angekündigt hat die Stadt zudem die Schaffung vier weiterer, teils erhebliche größerer Unterkünfte: 2016 werden zwei Gewerbeimmobilien mit 240 und 250 Plätzen angekauft beziehungsweise angemietet. Platz für 130 und 68 Personen sollen darüber hinaus Neubauten am Rethener Heim sowie an der Pestalozzistraße in Laatzen-Mitte bieten, die vorausssichtlich im Frühling 2017 fertig werden. Dezentral in Wohnungen sind derzeit 69 Flüchtlinge untergebracht.

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Von Daniel Junker und Johannes Dorndorf

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