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AES-Geschichtsschüler besuchen Auswandererhaus

Laatzen-Mitte/Bremerhaven AES-Geschichtsschüler besuchen Auswandererhaus

Perspektivlosigkeit und die Hoffnung auf ein besseres Leben bringen Menschen seit jeher dazu, ihre Heimat zu verlassen. Mehr als 7 Millionen zog es so von 1830 bis 1974 allein von Bremerhaven aus in die Ferne. Das erfuhren rund 60 AES-Schüler bei einer Exkursion zum dortigen Auswandererhaus.

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Thema Flucht, Vertreibung, Migration: Rund 60 Elftklässler der AES aus den Leistungskursen Geschichte erleben im Auswandererhaus in Bremerhaven verschiedene Schicksale – glückliche und gescheiterte– von Menschen nach, die einst von oder über Deutschland nach Amerika ausgewandert sind.

Quelle: privat

Laatzen-Mitte/Bremerhaven. "Flucht ist ein sehr aktuelles Thema", sagt der 17-jährige Eric Zech. Er ist einer der rund 60 AES-Elftklässler, die vergangene Woche an der Exkursion an die Nordseee teilnahmen. Die im Auswandererhaus nachgezeichneten Wege sowie die dort dargestellten Biographien und Schicksale veränderten auch den Blick auf die aktuelle Situation von Flüchtlingen, so der 17-Jährige: "Ich sehe es mit anderen Augen, was die Leute durchmachen."

Schon damals verdienten Schlepperbanden an der Not der Menschen und schafften es längst nicht alle Auswanderer, sich in der Ferne eine bessere Existenz aufzubauen, ergänzt Geschichtslehrer Wilfried Paetzmann.

Der Ausstellungsbesuch als Teil des Themas Flucht, Vertreibung und Migration wurde für viele Schüler zum besonderen Erlebnis, weil sie mehr über persönliche Geschichten einzelner Auswanderern erfuhren. Der 18-jährige AES-Schüler Jonas Exeler vollzog so den Weg eines Schneiders nach, der von Bremerhaven aus Europa mit dem Schiff verließ und später für den König von Hawaii arbeitete: "Spannend, so etwas mitzukriegen." Gepaart mit dem, was die Schüler an Vorwissen mitbrächten und vom Seminarfach Geschichte wüssten, sei der Ausflug eher eine Fortbildung gewesene, so der 18-Jährige. Für das Abitur könnte das wichtig und nützlich sein.

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Fotostrecke Laatzen: AES-Geschichtsschüler besuchen Auswandererhaus

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Von Astrid Köhler

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