Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 7 ° heiter

Navigation:
AES-Schüler referieren über Rechtsextremismus

Alt-Laatzen AES-Schüler referieren über Rechtsextremismus

Der Unterricht wird generationsübergreifend: Schüler aus dem Seminarfach "Erinnern statt vergessen" der Albert-Einstein-Schule stellen erstmals beim Christlichen Seniorenbund Immanuel Ergebnisse aus ihren Facharbeiten vor. Dabei referieren sie unter anderem über Rechtsextremismus und Ausgrenzung.

Voriger Artikel
Ex-Minister Möllring spricht bei CDU-Empfang
Nächster Artikel
Dampf in Seniorenheim löst Einsatz aus

"Rechtsextremismus in deutschen Fußballstadien" lautet eines der Themen, über die die AES-Schüler referieren.

Quelle: Jan-Peter Kasper

Alt-Laatzen. Im Seminarfach "Erinnern statt vergessen" beschäftigen sich Schüler der Albert-Einstein-Schule unter der Leitung von Wilhelm Paetzmann seit mehreren Jahren mit Nationalsozialismus, Faschismus und ähnlichen Themen. "In diesem Seminar schreiben die Schüler auch 15-seitige Facharbeiten", sagt Paetzmann. "Dabei entstehen immer wieder beachtliche Ergebnisse." In der Vergangenheit stellten die Schüler ihre Arbeiten lediglich in der Schule vor. Jetzt präsentieren einige von ihnen ihre Ergebnisse erstmals öffentlich: Am Freitag, 28. April, sind sie beim Christlichen Seniorenbund Immanuel zu Gast - mit durchaus nicht nur für Senioren interessanten Themen.

Zwei Schüler haben für ihre Facharbeiten zum Beispiel die Themen "Rechtsextremismus in deutschen Fußballstadien" und "Ausgrenzung von Minderheiten im historischen Vergleich" gewählt.  "Einer unserer Schüler ist begeisterter Fußballfan", sagt Patzmann. "Es war ihm selbst ein Anliegen, sich über die Hintergründe des Rechtsextremismus beim Fußball klar zu werden." Der Schüler habe im Rahmen der Facharbeit über Ultras und Hooligans recherchiert und sich dabei zum Beispiel mit den Erkennungszeichen dieser Gruppen beschäftigt.

Eine andere Schülerin wandte sich der Ausgrenzung von Minderheiten zu. Dabei schlägt sie den Bogen vom Mittelalter bis in die Neuzeit und thematisiert unter anderem auch die Ausgrenzung von Christen im arabischen Umfeld.

Die Schüler haben zudem zwei weitere Themen vorbereitet, die bei Bedarf vorgestellt werden können. Dazu gehört der "Paragraph 175", der von 1872 bis 1994 Homosexualität unter Strafe stellte. Ausgangspunkt der Facharbeit ist das Attentat vom 12. Juni 2016, bei dem in Orlando im US-Bundesstaat Florida 49 Menschen getötet wurden. Der Anschlag richtete sich gezielt gegen Homosexuelle. Eine  Schülerin beschäftigte sich mit der Polizei im Dritten Reich. "Erschießungen wurden damals oft von Reservebataillonen der Polizei durchgeführt", nennt Paetzmann ein Ergebnis der Facharbeit. Die Polizei sei damals tief in das nationalistische System eingewoben worden - heute sei dies kaum bekannt.

Die Kooperation der AES mit dem Christlichen Seniorenbund kam im Zuge der Zusammenarbeit zum Mahnmal in Alt-Laatzen zustande, sagt Paetzmann. Schüler seines Seminarfachs hatten sich dabei mit der Neugestaltung des umstrittenen Ehrenmals beschäftigt. Mitglied dieser Arbeitsgruppe war auch Werner Läwen, Vorsitzender den Christlichen Seniorenbunds. Nach mehreren Treffen hatte Paetzmann die Zusammenarbeit auch außerhalb dieser Arbeitsgruppe vorgeschlagen - bei den Schülern und beim Seniorenbund sei die Idee gut angekommen.

Die Veranstaltung beginnt um 15 Uhr im Seniorentreff, Wiesenstraße 22, in Alt-Laatzen. Anmeldungen nimmt Marianne Thiede unter Telefon (0511) 876200 entgegen.

Von Daniel Junker

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6wcro9u2f02uknj5j96
Marktteich-Anwohner protestieren gegen Stadtpläne

Fotostrecke Laatzen: Marktteich-Anwohner protestieren gegen Stadtpläne