Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 4 ° Regen

Navigation:
AES soll Förderschulgebäude übernehmen

Laatzen-Mitte AES soll Förderschulgebäude übernehmen

Die Albert-Einstein-Schule braucht mehr Platz: Angesichts der Verlängerung der Gymnasialzeit, aber auch wegen der Inklusion genötigt die Schule 26 neue Unterrichtsräume. Die Stadt will nun prüfen, ob das benachbarte Förderschulgebäude entsprechend umgebaut oder erweitert werden kann.

Voriger Artikel
Stadt will Tempo in Straße "Zum Holzfeld" drosseln
Nächster Artikel
Was steckt hinter der Abfuhr für Dreyer?

Die Albert-Einstein-Schule wird voraussichtlich das Gebäude der Förderschule am Kiefernweg übernehmen. Die Stadt will jetzt nachrechnen, ob sich eher ein Um-, An- oder Neubau lohnt.

Quelle: Daniel Junker

Laatzen-Mitte. Schon jetzt nutzt die Albert-Einstein-Schule mehrere Räume der benachbarten Förderschule am Kiefernweg, die ein Auslaufmodell ist: Spätestens bis 2020 wird dort der letzte Jahrgang beschult. Allerdings entsprechen weder der Platz noch der Zuschnitt der Räume im Nachbargebäude den Erfordernissen der AES, so dass beide Gebäude umgebaut werden müssten.

Die Schulleitung hat dazu inzwischen ein Raumkonzept erstellt, auf dessen Basis die Stadt planen will. Ein entscheidender Aspekt ist dabei das Thema Inklusion. "Wenn man Inklusion richtig gestaltet, braucht man Räume zur Differenzierung", erläutert Schulleiter Christian Augustin. In bestimmten Arbeitsphasen müsse es möglich sein, mit einzelnen Schülern separat zu lernen. Solche Räume gebe es zwar in der Förderschule - aber benötigt würden sie in der Nähe der jeweiligen Klassenräume auch im Hauptgebäude.

Das Konzept sieht daher die Teilung mehrerer Klassenräume im AES-Hauptgebäude vor, während zugleich mehr Kapazitäten geschaffen würden. Unterm Strich fehlen laut Augustin mittelfristig 20 Klassenräume und sechs Differenzierungsräume. Mit einkalkuliert ist dabei auch der Zusatzbedarf, der durch die Verlängerung der Gymnasialzeit von acht auf neun Jahre entsteht - ab Sommer 2020 gibt es dann wieder erstmals einen 13. Jahrgang.

Die Stadt hat die Planungen dafür jetzt auf den Weg gebracht. Der Schulausschuss sprach sich in dieser Woche einstimmig dafür aus, eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung in Auftrag zu geben. Dabei soll das Gebäude, das aus den Siebzigerjahren stammt, daraufhin untersucht werden, ob sich ein Um-, An- oder Neubau am ehesten rentiert. "Anzustreben ist, dass die baulichen Veränderungen spätestens im Sommer 2020 betriebsbereit sind, wenn sich der 13. Jahrgang erstmals auf die Schülerzahlen auswirkt", heißt es in einer Drucksache. Der Rat der Stadt muss dem Vorhaben noch zustimmen.

Lesemann sieht Fortschritte bei Schulsozialarbeit

Die Erweiterungspläne waren auch Thema bei einem Besuch der SPD-Landtagsabgeordneten Silke Lesemann am Donnerstag an der Albert-Einstein-Schule. Schulleiter Christian Augustin erläuterte das Inklusionskonzept der Schule, besichtigt wurden auch die Container, in die einige Klassen wegen der laufenden Sanierung an der AES ausgelagert sind.

Schwerpunkt des Gesprächs war allerdings das Thema Schulsozialarbeit. Lesemann kündigte an, bei den Sozialarbeitern der AES hospitieren zu wollen, um einen unmittelbaren Eindruck von deren Arbeit zu bekommen. Die Landtagsabgeordnete betonte, dass die Teilfinanzierung der Schulsozialarbeit durch das Land aus ihrer Sicht ein echter Fortschritt sei: "Es war ein langer Aushandlungsprozess, den bislang keine Landesregierung hingekriegt hat", sagt Lesemann. Die kommunalen Spitzenverbände hatten sich vor kurzem auf diesen Kompromiss verständigt - bis dahin sah sich das Land nicht in der Verantwortung, Stellen einzurichten.

Lesemann bestätigte, dass die Stadt Laatzen in diesem Bereich außerordentlich viel leiste - mehr als viele andere Kommunen. Mit weiteren 200 Stellen werde das Land sich ab 2018 noch stärker engagieren.

doc6tooum88tyw1idqdjnnr

AES-Leiter Christian Augustin berichtet der Landtagsabgeordneten Silke Lesemann über die aktuellen Pläne und Herausforderungen der Schule. Dazu zählen auch die in Container ausgelagerten Klassen.

Quelle: Dorndorf
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6xgxnq7uzrc1m1nechhd
Gleidinger setzt sich für Armutsbekämpfung ein

Fotostrecke Laatzen: Gleidinger setzt sich für Armutsbekämpfung ein