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Abendmahl mit einzelnen Kelchen?

Alt-Laatzen Abendmahl mit einzelnen Kelchen?

Es ist ein Novum für die Immanuel-Kirchengemeinde. Seit jeher wird beim Abendmahl in Alt-Laatzen ebenso wie in Rethen und Gleidingen ein Gemeinschaftskelch herumgereicht. Weil sich Gläubige aber zunehmend scheuen, daraus zu trinken, sollen nun auch Einzelkelche verwendet werden.

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In der Laatzener Thomasgemeinde werden seit jeher nur Einzelkelche fürs Abendmahl verwendet. Straeck

Quelle: Burkhard Straeck

Laatzen-Mitte. Immer häufiger hielten Gläubige die verteilten Oblaten zurück, um sie dann in die Kelche mit dem Wein- oder Traubensaft zu tunken, erklärt Rolf Pätzold, der Vorsitzende des Kirchenvorstands. Die sogenannte Intinctio – das Stippen oder Eintauchen – sei zwar nicht verboten, aber von Theologen auch nicht gern gesehen und habe im Frühjahr zu Diskussionen im Kirchenvorstand geführt. Das Ergebnis: Nach der Sommerpause sollen testweise fürs Abendmahl auch kleine Einzlgefäße angeboten werden.

Die St.-Marien-Gemeinde in Grasdorf praktiziert diese gemischte Form aus Gemeinschafts- und Einzelkelchen bereits seit anderthalb Jahren und hat positive Erfahrungen gemacht. „Die Abendmahlszahlen sind rückläufig. Die Gründe kann man nicht genau sagen, es ist ja eine persönliche Entscheidung, für die sich keiner rechtfertigen muss“, sagt der Grasdorfer Pastor Burkhard Straeck. Manchem Gläubigen sei es angenehmer, einen Einzelbecher zu nehmen – und sei es, weil er sich erkältet fühle und niemanden anstecken will. „Ich glaube, dass wir mit dem Gedanken, Einzelbecher anzubieten, weiterkommen. Dass wir Menschen etwas anbieten, was würdig ist und ihren Wünschen entspricht.“

Das soll nun auch für Immanuel gelten. „Wir wollen ein halbes Jahr ausprobieren, wie es angenommen wird, und wenn es positiv ist, eigene Gefäße anschaffen“, sagt Pätzold. Mehrere Dutzend Einzelkelche leihen sich die Alt-Laatzener aus der Thomas-Gemeinde, die seit ihren Gründungstagen in den Siebzigerjahren nur Einzelbecher verwendet und Traubensaft ausschenkt, wie Straeck betont: „Die Thomas-Gemeinde war schon immer modern und der Zeit voraus.“

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