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AfD expandiert ins Leinetal hinein

Laatzen/Hemmingen/Pattensen AfD expandiert ins Leinetal hinein

Die Alternative für Deutschland (AfD) expandiert in der südlichen Region Hannover. Der bisherige Stadtverband Springe erstreckt sich neuerdings auch auf die Städte Laatzen, Hemmingen und Pattensen - unter neuem Namen.

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Sie sind der Vorstand der AfD Mitten im Calenberger Land (von links): Frank Gnisa (stellvertretender Vorsitzender), Rene Everhartz (Vorsitzender), Eva Eigner (Schriftführerin), Peter Kajewicz (Beisitzer Springe), Dirk Strothmann (Hemmingen), Uta Mc Dermott (Schatzmeisterin) und Stefan Henze (Kreisverbandsvorsitzender).

Quelle: Privat

Laatzen/Hemmingen/Pattensen. Bereits vor einer Woche, am Sonntag, 6. Dezember, haben sich 23 AfD-Mitglieder im Springer Stadtteil Gestorf getroffen, um die Partei neu zu gliedern. Der bisherige Stadtverband Springe wird um den Bereich Laatzen, Hemmingen und Pattensen erweitert und in "Mitten im Calenberger Land" umbenannt, berichtet der Vorsitzende Rene Everhartz.  Die Mitglieder stammten zu etwa gleichen Teilen aus Springe, Pattensen und Hemmingen, aus Laatzen seien es lediglich ein Zehntel.

Ziel sei es, in allen vier Städten bei den Kommunalwahlen anzutreten, sagte Everhartz - man befinde sich derzeit auf Kandidatensuche. Der 49-Jährige, von Beruf kaufmännischer Angestellter, war früher Ratsherr der FDP, dann der Freien Wähler in Pattensen und wohnt heute in Hannover. Stellvertretender Vorsitzender ist der Laatzener Frank Gnisa. Beisitzer für den Bereich Hemmingen ist Dirk Strothmann, in Pattensen und Laatzen sind die Vorstandsposten unbesetzt.

"Wir sind unzufrieden mit Deutschlands und der lokalen Asylpolitik", beschreibt Everhartz die inhaltliche Ausrichtung des Stadtverbands. Außerdem lehne man eine "Frühsexualisierung der Kinder durch Sexualkundeunterricht im Grundschulalter" ab.

Die AfD, als Anti-Euro-Partei im Jahr 2013 gegründet, war zuletzt durch rassistische Äußerungen ihres Thüringer Fraktionsvorsitzenden Björn Höcke in die Schlagzeilen geraten. Höcke hatte im Zusammenhang mit der Flüchtlingsdebatte von einer angeblichen Fortpflanzungsstrategie von Afrikanern gesprochen, die er "r-Strategie" nennt - den Begriff wenden Biologen üblicherweise auf Kleinorganismen und -tiere sowie Pflanzen an. Wie steht die örtliche AfD dazu? "Über den Stil von Herrn Höcke lässt sich streiten", sagt Everhartz, "ich hätte es anders formuliert". Für ihn seien allerdings "Inhalte und Werte" ausschlaggebend, nicht die Art der "Moderation".

Zu konkreten lokalen Themen in Laatzen und Hemmingen äußert sich der neue Stadtverband noch nicht - man sei dabei, in allen vier Städten Positionen zu erarbeiten. Bei der Flüchtlingskrise schwebt Everhartz grundsätzlich vor, eine Ghettoisierung zu vermeiden. Eine Möglichkeit sei es, die Menschen in Familien unterzubringen und auf diese Weise zu integrieren. Dafür müsse man Möglichkeiten der Förderung als Anreiz für solche Familien ausloten.

In den nächsten Wochen will der AfD-Stadtverband Stammtisch zu aktuellen Themen wie TTIP, Kosten der Flüchtlingsunterbringung und Gender-Mainstreaming veranstalten. Erster Termin ist am 12. Januar in Springe, Ort und Uhrzeit stehen noch nicht fest.

Von Johannes Dorndorf

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