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AES zeigt Ausstellung über Antisemitismus

Laatzen-Mitte AES zeigt Ausstellung über Antisemitismus

Die Albert-Einstein-Schule zeigt ab 22. September die Ausstellung "Abgestempelt", die sich mit antisemitischen Postkarten aus dem 19. und 20. Jahrhundert befasst. Bei der Eröffnung tragen sich Laatzens Ehrenbürger Salomon Finkelstein und Henry Korman ins Goldene Buch der Stadt ein.

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Zu den jüdischen Stereotypen, die diese Bildpostkarte um 1900 zeigt, zählen die des Hausierers und des Bankiers, ergänzt um die Zeilen "Ein Kreuz auf der Welt! dem einen g'hört der Beutel - dem andern das Geld".

Quelle: Bundeszentrale für Politische Bildung

Laatzen-Mitte. "Abgestempelt - Judenfeindliche Postkarten" heißt die Wanderausstellung der Bundeszentrale für Politische Bildung, die die Albert-Einstein-Schule nach Laatzen geholt hat. Grundlage ist die Sammlung des Berliners Wolfgang Haney, der fast 1000 antisemitische Postkarten auf dem 19. und frühen 20. Jahrhundert zusammengetragen hat. Die meisten stammen aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. "Sie sind als historische Quellen zu verstehen, die als Gebrauchsgegenstände einen unmittelbaren Blick in die Welt des Alltags, geprägt durch Vorurteile und Diskriminierungen ermöglichen", heißt es in der Beschreibung der Bundeszentrale.

Die Ausstellung umfasst 20 Texttafeln auf einer Fläche 90 Quadratmetern. Aufgebaut wird sie am Montag, 18. September, und dann vier Tage später - am Freitag, 22. September - um 10.30 Uhr im Forum eröffnet. Für einen besonderen festlichen Rahmen sorgt eine besondere Ehrung: Henry Korman und Samuel Finkelstein, die als KZ-Überlebende mehrfach an der AES von ihren Erlebnisse während der NS-Zeit erzählt haben, werden sich an dem Tag ins Goldene Buch der Stadt eintragen. Im Anschluss an die Eröffnung haben die Besucher die Möglichkeit, sich von Schülern des Seminarfachs "Erinnern statt Vergessen" durch die Ausstellung führen zu lassen. Zu dem Festakt eingeladen sind alle interessierten Laatzener.

Die Schüler der AG, die von AES-Geschichtslehrer Wilhelm Paetzmann geleitet wird, haben bereits mit den Vorbereitungen für das Projekt begonnen. "Die Schüler werden zu Multiplikatoren, die andere Schüler durch die Ausstellung führen", sagt Paetzmann. Anbieten will die AG solche Führungen allen Klassen in den Jahrgängen 7 bis 10 sowie interessierten Kursen der Oberstufe. 

Auch interessierte Bürger können sich die Ausstellung auf diese Weise zeigen lassen. Führungen bietet die AG am Dienstag und Donnerstag, 26. und 28. September, jeweils von 15.30 bis 17 Uhr an. Interessenten außerhalb dieser Zeiten können sich unter Telefon (0511) 315335 an Wilhelm Paetzmann wenden. Die Ausstellung endet am 29. Oktober.

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Fotostrecke Laatzen: AES zeigt Ausstellung über Antisemitismus

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