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Weltkindertag: AWO-Kinder werben für ihre Rechte

Laatzen-Mitte Weltkindertag: AWO-Kinder werben für ihre Rechte

Dass Kinder ein Recht auf Bildung, gewaltfreie Erziehung und Hilfe bei Armut, Hunger und Krieg haben, müsste eigentlich selbstverständlich sein - ist es aber nicht. 15 Jungen und Mädchen der AWO-Kita haben anlässlich des Weltkindertages für ihre Rechte geworden - und brachten eigene Erfahrungen ein.

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Die Jungen und Mädchen der AWO-Kita klären vor dem Leine-Center anlässlich des Weltkindertags über Kinderrechte auf. Auch Ilka Lehmann aus Rethen erhält einen Zettel.

Quelle: Dorndorf

Laatzen-Mitte. Um Punkt 11 Uhr versammelten sich die Fünfjährigen der Kita Lange Weihe im Leine-Center, um auf den Weltkindertag hinzuweisen. Worum es ihnen ging, konnten die Passanten schon von weitem sehen: Auf selbst bedruckten T-Shirts stand in großen Lettern "Weltkindertag" und "Das Recht auf", ergänzt um Ausrufezeichen und die einzelnen Kinderrechte ("Bildung", "Gesundheit", "Gleichbehandlung und Schutz") auf der jeweiligen Rückseite.

Die Passanten sprachen die Kinder gemeinsam mit ihren beiden Erzieherinnen Nicole Vogel und Julia Onistschenko an und verteilten kleine Kärtchen mit den jeweiligen Kinderrechten. Welche von der Vereinten Nationen zugesicherte Rechte sie haben, wussten die Jungen und Mädchen tatsächlich schon ganz gut - schließlich behandeln sie das Thema seit Freitag letzter Woche. "Gesund sein", nennt Michelle (5) als Beispiel. "Keine Angst haben", ergänzt Lasse (5). Wie wichtig Kinderrechte sind, wissen einige aus leidvoller Erfahrung: "Wir sind hierher gekommen, weil sie auf uns geschossen haben", sagt Aland (5), der mit seinen Eltern nach Deutschland geflohen ist. Simon (5) ergänzt, auch seine Eltern seien aus dem Irak hergekommen. "Aber damals war ich noch in Mamas Bauch."

Von den Passanten wurde die Aktion mit Freude angenommen. "Eine schöne Idee", sagte die Rethenerin Ilka Lehmann, die die Gruppe vor der Post traf. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Kinder das Leine-Center bereits verlassen müssen, weil im Center keine Broschüren verteilt werden dürfen. Auf Nachfrage hieß es beim Center-Management, dass bei voriger Anmeldung eine Ausnahme gemacht worden wäre. Zum Zeitpunkt der Aktion sei jedoch kein Entscheidungsträger ansprechbar gewesen.

Die AWO will auch in den nächsten Tagen auf ihre Aktion hinweisen - mit Plakaten am Zaun der Einrichtung an der Langen Weihe.

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