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Mini-Tornado über Laatzen?

Amateur-Video Mini-Tornado über Laatzen?

Das turbulente Wetter treibt auch in der Region Hannover Kapriolen: am Montag tauchte bei Youtube ein Amateurvideo auf, das einen Mini-Tornado in Laatzen zeigen soll. Ein solches Wetterphänomen ist überaus selten. 

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Das Video zeigt einen Luftwirbel, der sich aus einer dunklen Gewitterwolke nach unten dreht.

Quelle: Screenshot/Youtube/M

Laatzen. Sonne, Regen, Gewitter, atemberaubende Wolkenformationen: das Wetter hat sich am Montag in der Region Hannover sehr vielfältig gezeigt. Am Abend ist bei Youtube ein Amateurvideo aufgetaucht, das einen Mini-Tornado in Laatzen zeigen soll. Die Echtheit, das Datum und der Ort des Videos können nicht überprüft werden, doch ist es dem als „Mista Smith“ agierenden Nutzer offenbar gelungen, ein eher ungewöhnliches Wetterphänomen mit der Kamera festzuhalten.

„Das Wetterphänomen auf dem Video scheint ein sogenannnter Funnel (deutsch: Trichterwolke) zu sein. Hierbei handelt es sich quasi um die Vorstufe zu einem Tornado“, erklärt Micha Gryschka, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Institut für Meteorologie und Klimatologie (IMUK) der Universität Hannover. Die Wolke markiere bereits einen trichterförmigen Wirbel, der sich aus einer dunklen Gewitterwolke nach unten dreht, aber noch keine Bodenkontakt hat und sich auch schnell wieder auflöst. Bei der Wetterlage am Montag zwischen 14.30 und 17.30 Uhr wäre derlei Erscheinung auch im Laatzener Raum durchaus denkbar. Nachzuweisen, sei der Wirbel nicht, weil er wie alle Trichterwolken nicht per Radar oder Satellit sondern nur zufällig beobachtet werden.

Bei den schon wegen der Schadensbilder eher nachweisbaren Tornados gehe der Deutsche Wetterdienst von bundesweit 30 bis 60 Stück pro Jahr aus, so Gryschka: „Solche Trichterwolken dürfte es deutlich öfter geben.“ Tornados sind kleinräumige, annähernd senkrechte Luftwirbel, die sich vom Boden bis zur Wolkenuntergrenze erstrecken. Das Naturphänomen tritt hierzulande nur selten und meist äußerst schwach auf. Die Stärke von Tornados wird anhand der Fujita-Skala gemessen, die über die Windgeschwindigkeit definiert ist - von F0 bis F6. In Deutschland sind bisher acht verheerende Tornados der Stärken F4 und F5 dokumentiert.

akö/mic/jst

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