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Anika Gewiß ist Laatzens 
Biber-Expertin

Grasdorf Anika Gewiß ist Laatzens 
Biber-Expertin

Vom Bibermobil bis zur neuen Online-Plattform - Anika Gewiß hat die Leitung des Nabu-Bibermanagents übernommen. Die 31-Jährige setzt sich nicht nur für den Nager sondern auch für seinen Lebensraum ein - und möchte auch weitere Projekte ins Leben rufen.

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Anika Gewiß ist die neue Ansprechpartnerin für alles, was mit dem Biber zu tun hat.

Quelle: Lisa Malecha

Grasdorf. Bis vor etwa zwei Jahren spielte der Biber in ihrem Leben keine Rolle, gesteht Anika Gewiß. Die gebürtige Neuruppinerin habe aber dennoch schon immer einen Hang zur Natur gehabt. „Ich habe Bio als Leistungskus gewählt und später Geografie in Greifwald studiert“, sagt sie. Während des Studiums lernte sie auch ihren Verlobten kennen. Dieser nahm schließlich in Hannover einen Job an und Gewiß kam mit - und wurde schwanger. „Naja, als Schwangere war es unmöglich einen Job zu finden“, erinnert sie sich. Also habe sie sich schließlich beim Nabu Laatzen auf ein Praktikum beworben. „Ich wollte nicht zu Hause sitzen und nichts tun“, sagt Gewiß, die mittlerweile in Ahrbergen wohnt.

Nach dem Mutterschutz engagierte sie sich zunächst ehrenamtlich beim Nabu und wurde Biberberaterin. „Ich fand das Tier irgendwie interessant“, sagt sie. Immerhin würde es sich seinen Lebensraum komplett selbst gestalten. „Es ist einfach ein tolles Lebewesen.“ Dann kam der Anruf von Tonja Mannstedt. „Sie fragte, ob ich in ihre Fußstapfen treten will - und ich habe sofort zugesagt“, sagt Gewiß. „Besser geht es ja gar nicht.“ Immerhin war sie so oder so auf der Suche nach einer Stelle, die sich mit dem Mutter-sein vereinbaren lies. „Hier bin ich nun 20 Stunden die Woche angestellt - und habe also noch genug Zeit für meine Tochter.“ Jeweils montags bis donnerstags koordiniert sie die Biber-bezogenen Projekte des Nabu.

Derzeit werden zwei Projekte gefördert: Das Bibermobil und die neue Online-Plattform. Das Mobil ist ein Anhänger mit Rate- und Aktionsspielen, Lupen, Gewässeruntersuchungskoffer und vielem mehr. Dort können Kinder und Erwachsene allerhand wissenswertes über die Themenwelten „Faszination Biber“, „Abenteuer Fließgewässer“, „Expedition Wiese“ und „Naturbegegnung Wald“ erfahren. Ende Oktober läuft das Projekt aus, danach soll es von ehrenamtlichen betreut werden.

Auch die neue Online-Plattform biberschutz.de dient in erster Linie dazu, Menschen über den Biber und seinen Lebensraum zu informieren. Allerdings ermöglicht das Förderprojekt der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung auch die Erfassung der Biber in Region Hannover und im Landkreis Hildesheim. „Die Plattform dient der besseren Vernetzung der Akteure im Biberschutz und ermöglicht eine engere Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamtlichen“m sagt Gewiß. Durch das neue System könnten die Informationen auch leichter an die Behörden weitergegeben werden, denn dort werden nun auch die Ergebnisse der Kartierungen eingetragen. Bis zum Sommer 2017 läuft das Projekt noch - bis dahin soll noch ein neues Forum zum Austausch entstehen.

Bisher zeigt sich Gewiß zufrieden mit den Projekten: „Wir haben allein bei der Kartierung 65 Ehrenamtliche - das spricht für sich.“ Auch im nächsten Jahr sollen wieder Helfer im Erkennen von Biberspuren geschult werden, sagt Gewiß, deren Vertrag bereits im Juli 2017, mit dem Ende des Online-Plattform Projekts, ausläuft. „Aber ich bin schon auf Ideensuche für neue Projekte“, sagt Gewiß, die hofft, längerfristig in Grasdorf arbeiten zu können.

Von Lisa Malecha

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