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Kanäle sollen erst ab 2017 saniert werden

Laatzen Kanäle sollen erst ab 2017 saniert werden

Es ist eine Krux: Wie lange geht es noch gut mit den öffentlichen Schmutz- und Regenwasserkanälen am Leine-Center? Die Verwaltung drängt auf eine zügige Sanierung und Entlastung über die Marktstraße. Die Politik wiederum scheut sich, die Straße anzufassen – zumal die Rathaussanierung aussteht.

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Die öffentlichen Schmutz- und Regenwasserkanäle rund um das Leine-Center sind laut Verwaltung dringend zu sanieren. Entlastung soll die neue Hauptleitung bringen, die im zweiten und dritten Bauabschnitt der Marktstraße von der Robert-Koch-Straße bis zur Würzburger Straße verlegt werden soll.

Quelle: Astrid Köhler

Laatzen-Mitte. Dass es Handlungsbedarf gibt, bezweifelte am Montag niemand in der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses. Die Verwaltung hatte den mehr als 40 Jahre alten Regenwasserkanal mit der Kamera genauer in Augenschein genommen und "teilweise erhebliche Risse", "Abplatzungen" sowie "völlig unprofessionelle Anschlüsse" vorgefunden, wie der Erste Stadtrat Albrecht Dürr mitteilte: "Der Kanal ist nicht mehr dicht." Vergleichbares beim Schmutzwasserkanal würden strafrechtliche Konsequenzen für die Stadt zur Folge haben.

Bei dem aktuellen Regenwasserkanal – er führt von der Marktstraße über die Robert-Koch-Straße, an der Post vorbei und unter dem Leine-Center hindurch zur Albert-Schweitzer-Straße – bestehe auch aufgrund seiner mit 700 Millimetern verhältnismäßig geringen Größe bei Starkregen die Gefahr von Überflutungen. "An anderen Stellen im Stadtgebiet hatten wir es schon, dass Wasser aus den Gullis herausgeflossen ist", sagte Dürr. Bei künftigen Starkregen könne es passieren, dass Wasser auch ins Leine-Center oder den Solitär mit dem Geschäft Adler hineinlaufe.

Dürr warb dafür, möglichst zügig den zweiten und dritten Bauabschnitt für den Rückbau der Marktstraße auf den Weg zu bringen, um den Großteil des Schmutz- und Regenwassers künftig entlang dieser Strecke zu beseitigen. Im ersten Bauabschnitt, zwischen Wülferoder und Robert-Koch-Straße, wurden bereits wie empfohlen neue Rohre verlegt: Die für das Regenwasser sind mit 1600 Millimeter Durchmesser nun deutlich größer als die bis dato vorhandenen Rohre. Der vor Jahrzehnten noch für ein Laatzen-Mitte mit deutlich höherer Einwohnerzahl ausgelegte Schmutzwasserkanal hingegen wurde hingegen verkleinert, um den Durchfluss zu verbessern.

Bezogen auf den weiteren Rückbau der Marktstraße äußerte sich Hannelore Flebbe (CDU) zurückhaltend: "Die CDU hat sich dagegen ausgesprochen." Gleichwohl sehe sie das Problem mit den Kanälen und die finanziellen Anreize für eine Sanierung über das Förderprogramm Soziale Stadt. Bernd Stuckenberg (SPD) sprach die noch ausstehende Sanierung des Rathauses an, worauf sich auch der parteilose Peter Jeßberger zu Wort meldete. Es sei nicht ratsam, erst eine Straße zu sanieren, über die anschließend eine große Baumaßnahme abgewickelt werden müsse.

In einem gemeinsamen Antrag beschloss der Stadtentwicklungsausschuss für 2016 nur die Planung der weiteren Bauabschnitte der Kanäle in der Marktstraße aufzunehmen. Tatsächlich gebaut werden solle erst in den Folgejahren.

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