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Redner betonen Bedeutung von Erinnerung

Laatzen Redner betonen Bedeutung von Erinnerung

Die Laatzenerin Corinna Luedtke hat an der Albert-Einstein-Schule (AES) ihre Ausstellung "Zeit zum Erinnern" eröffnet. Mit Plakaten und historischer Feldpost sollen den Schülern die Schrecken des Ersten Weltkrieges aufgezeigt werden.

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Die Laatzenerin Corinna Luedtke will Jugendlichen die Schrecken des Ersten Weltkrieges verdeutlichen – mit Feldpostbriefen, Plakaten und weiterem Stücken in ihrer Ausstellung "Zeit zum Erinnern" an der Albert-Einstein-Schule.

Quelle: Isabell Rollenhagen

Laatzen-Mitte. Die Geschichte darf sich nicht wiederholen. Da waren sich die Besucher der Vernissage am Mittwochabend einig. Und deshalb sei es auch so wichtig, sich zu erinnern. "Denn ohne Erinnerung gibt es auch keine Zukunft", sagte Laatzens Bürgermeister Jürgen Köhne bei seiner Rede in der Aula. Schließlich könne die Gesellschaft nur so Lehren aus der Vergangenheit ziehen. 

Auch der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Hannover war zu der Vernissage gekommen. "Wenn man nicht über die Erinnerungen spricht, wird man sie noch einmal erleben", mahnte Michael Fürst. Für die Ausstellung hatte er sein Familienalbum geöffnet und Luedtke einige Bilder seiner Großeltern gezeigt. "Denn auch Juden waren als Soldaten im Krieg", erinnerte er die Gäste. "Wir müssen miteinander reden, um aus den Fehlern, die wir alle machen, zu lernen."

Damit auch künftige Generationen die Geschehnisse und Schrecken des Ersten Weltkrieges nicht vergessen, zeigt die Ausstellung "Zeit zum Erinnern" auf Plakaten, was die Kriegspropaganda bewirkte, wie die Soldaten an der Front kämpften und die Frauen in der Heimat litten. Ein Schwerpunkt der Ausstellung ist die Feldpost."Wir haben sie in mühevoller Arbeit auf Flohmärkten und im Internet zusammen gesammelt", sagte Luedtke. Vor allem sie sollen den Schülern aufzeigen, welches Leid der Krieg brachte. "Die Ausstellung gedenkt der Opfer", sagt die Laatzenerin. Sie habe sie vor allem deshalb entwickelt, damit junge Menschen sich dem Thema nähern können. "Ich hoffe, sie gibt ihnen noch einmal einen anderen Einblick als der Geschichtsunterricht."

Die Ausstellung ist außerhalb der Osterferien, am Donnerstag, 17. März, sowie in der Woche vom 4. bis 8. April zu sehen. Auch externe Besucher sind willkommen. Wer sich für eine Führung interessiert, kann sich unter Telefon (05 11) 98 29 30 an das Sekretariat der Schule wenden. Der Besuch ist auch für Schulklassen geeignet.

Von Isabell Rollenhagen

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