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Austausch mit Lüttich trotzt Terrorvorfällen

Laatzen-Mitte Austausch mit Lüttich trotzt Terrorvorfällen

Zum zweiten Mal waren in den vergangenen Tagen Schüler aus dem belgischen Liège (Lüttich) zu Gast in Laatzen. Seit Donnerstag lebten die Schüler vom Athénée Léonie de Waha in Gastfamilien, am Montag nahmen die Belgier die Laatzener Schüler mit in ihre Heimatstadt.

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Kurz vor der Abfahrt nach Belgien: Die Schüler aus Liège versammeln sich am Montag mit ihren Gastgebern aus Laatzen im Forum des Erich-Kästner-Schulzentrums.

Quelle: Daniel Junker

Laatzen-Mitte. „Wir haben vor unseren Besuch schon mehrmals über das Internet mit den deutschen Schülern gesprochen. Es ist schön, sie jetzt endlich persönlich kennen zu lernen“, berichteten die Belgierinnen Leïla (14) und Lucie (14). Der Besuch sei zudem eine gute Gelegenheit gewesen, die deutsche Sprache zu vertiefen – schließlich wird auch in Teilen Belgiens Deutsch gesprochen. Am Freitag wurden die Belgier von Bürgermeister Jürgen Köhne im Rathaus empfangen, zudem standen Besuche im Zoo und beim Exposeum in Hannover auf dem Plan.

Gestern reisten die zwölf Schüler zurück in ihre Heimatstadt – und nahmen ihre Gastgeber gleich mit. Der Besuch der Laatzener im 40 Kilometer von Aachen entfernten Liège war eigentlich bereits für November geplant. Eine Woche zuvor hatten sich aber die Terroranschläge in Paris ereignet. Da die Attentäter in der belgischen Hauptstadt Brüssel vermutet wurden und in Belgien eine Terrorwarnung galt, hatten die deutschen Lehrer und die Schulleitung beschlossen, die Fahrt zu verschieben.

„Unsere Schüler waren damals schon etwas enttäuscht“, sagt Lionel Brike, Lehrer der Austauschschüler. „Wir haben natürlich verstanden, dass die Eltern Angst hatten, dass ihre Kinder zu uns kommen. Deshalb sind wir sehr froh, dass es jetzt geklappt hat.“

Die Angst sei mittlerweile verflogen, sagten die Lehrerinnen Annette Bergner und Annkathrin Bons gestern vor der Abfahrt. „Die Terrorwarnung galt ja insbesondere für Brüssel, in Liège war und ist die Situation ruhig“, ergänzt ihr belgischer Kollege Brike. Da die Termine es nicht anders zuließen, wurde der eigentlich für eine Woche geplante Austausch aber auf jeweils vier Tage verkürzt.

Im vergangenen Jahr hatte es zum ersten Mal einen Austausch mit dem Athénée Léonie de Waha gegeben. Bergner hatte sich um den Kontakt bemüht und mehrere Schulen angeschrieben. „Es gab an unserem Gymnasium seit mehreren Jahren keinen französischsprachigen Austausch mehr“, sagte Bergner. Es sei aber sehr schwierig gewesen, eine Schule in Frankreich zu finden.

„Das Interesse der deutschen Schulen ist größer als das der französischen“, sagt Bergner. Also suchte sie eine passende Schule in Liège, wo sie während ihres Studiums ein Auslandsjahr verbracht hatte.

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Die Belgierinnen Leïla (14) und Lucie (14) sind zum ersten Mal in Laatzen.

Quelle: Daniel Junker

Von Celine Weber und Paula Süß

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