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Sieben Autos aufgebrochen: Polizei warnt vor Bande

Rethen/Ingeln-Oesselse Sieben Autos aufgebrochen: Polizei warnt vor Bande

In der Nacht zu Montag haben Unbekannte sieben Autos in Rethen und Ingeln-Oesselse geöffnet und teure Radio- und Navigationssysteme gestohlen. Der Schaden liegt im fünfstelligen Bereich. Die Polizei, die am Mittwoch informierte, geht von einer Bande aus, warnt vor weiteren Taten und bittet um Hilfe.

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Symbolbild Autoaufbruch.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Rethen/Ingeln-Oesselse. Alle Fahrzeuge standen in ruhigen Wohngebieten: In Oesselse machten sich die Unbekannten an der Königsberger Straße, an der Schillerstraße und am Heinrich-Heine-Weg ans Werk. In Rethen stiegen sie am Flohrschen Hof, an der Burgstraße und an der Straße zum Holzfeld in Fahrzeuge ein.

Betroffen waren Autos der Marken VW (Passat, Touran) und Skoda (Superb) sowie ein Fiat Punto. Die Diebe entwendeten Navigationssysteme und Radio-CD-Kombinationen. An einigen Fahrzeugen wurden die Seitenscheiben ausgehebelt, bei anderen komplett ausgebaut. "An drei Fahrzeugen haben wir gar keine Aufbruchspuren festgestellt", sagt Stefan Schwarzbard, Leiter des Laatzener Krimininal- und Ermittlungsdienstes (KED). Wie die Täter in diese Autos gelangt sind sei noch unklar. Die Polizei beziffert den Schaden auf mehreren tausend Euro – pro Fahrzeug.

Schwarzbard geht von einer organisierten Bande aus. "Die Täter haben es oft auf bestimmte Automodelle abgesehen und gehen strukturiert vor." Häufig kämen diese aus anderen Gebieten und reisten von Ort zu Ort, um nach einigen Wochen oder Monaten zurückzukehren und sogar dieselben Fahrzeuge ein zweites Mal zu knacken – so wie jetzt in Laatzen.

Eines der betroffen Fahrzeuge sei binnen weniger Monate bereits zum dritten Mal aufgebrochen worden, sagt der KED-Leiter. "Die Täter wissen genau, wo sie welche Navis finden." Schließlich würden die Besitzer nach dem Diebstahl schnell Ersatz beschaffen.

Erst im Mai wurden in Laatzen 31 Autos aufgebrochen - die meisten davon BMW. Auch im Januar und Februar habe es einige Aufbrüche gegeben. "Wir sind hoch sensibilisiert", betont Schwarzbard, der um Mithilfe der Bürger bittet: "Wer etwas verdächtiges bemerkt, sollte sofort den Notruf 110 wählen." Dabei reichten schon verdächtige Geräusche wie Klirren oder Knacken. "Um die Täter nicht zu verscheuchen, sollte man gar nicht erst das Licht im Haus anmachen." Häufig benötigten die Autoknacker nur wenige Minuten.

Zudem sollten die Bürger auf fremde Kennzeichen achten und im Zweifelsfall lieber einmal mehr die Polizei rufen. "Die Banden fahren meist Autos mit ausländischen Kennzeichen oder benutzen Mietwagen." Wer Verdächtigen sieht, sollte sich die Anzahl der Personen merken und im Idealfall eine Beschreibung abgeben können. Autobesitzer sollten ihre Fahrzeuge möglichst in einer Garage abstellen und keine Wertsachen im Wagen lassen. Und: "Wer sich ein teures Fahrzeug zulegt, sollte sich auch an eine Alarmanlage leisten", sagt Schwarzbard.

Von Daniel Junker

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