Volltextsuche über das Angebot:

25 ° / 15 ° Regenschauer

Navigation:
Bastler überreicht Feuerwehr 50 Miniaturfahrzeuge

Laatzen-Mitte Bastler überreicht Feuerwehr 50 Miniaturfahrzeuge

Sämtliche Einsatzfahrzeuge der Laatzener Feuerwehr hat der Bastler Fred Müller im Laufe der Jahre nachgebaut: im Miniaturformat. Rund 50 Modelle aus seiner Sammlung hat der Laatzener jetzt als Dauerleihgabe der Feuerwehr übergeben. Die Fahrzeuge sind im Gerätehaus am Stankt-Florian-Weg ausgestellt.

Voriger Artikel
Laatzener Team gewinnt erneut das Super-Ei
Nächster Artikel
Kunstpreismotto 2017 lautet "Träume - Alpträume"

Fred Müller (rechts) hat rund 50 Autos der Freiwilligen Feuerwehr Laatzen im Miniaturformat nachgebaut. Die Modelle im Maßstab 1:87 hat der Bastler aus Laatzen-Mitte der Feuerwehr als Dauerleihgabe übergeben. Laatzens Ortsbrandmeister Klaus Wichmann schaut zu, wie Müller die Fahrzeuge in die Vitrine im Eingangsbereich des Gerätehauses am Sankt-Florian-Weg stellt.

Quelle: Daniel Junker / www.junkerphoto.de

Laatzen-Mitte. Seit 40 Jahren baut Fred Müller Feuerwehrautos und andere Einsatzgeräte im Format H0 nach - das entspricht einem Maßstab von 1:87. Dabei legt der Bastler viel Wert auf Details. Sogar die Schriftzüge und Wappen sind originalgetreu. Mehr als 2000 Fahrzeuge sind so über die Jahre entstanden - dazu gehören auch sämtliche Autos, die seit den Fünfzigerjahren an die Laatzener Feuerwehr ausgeliefert wurden.

"Mein Vater war früher einmal stellvertretender Ortsbrandmeister von Laatzen", sagt der 72-Jährige. Er habe ihn mit seiner Begeisterung für die Feuerwehr angesteckt. "Zum Feuerwehrmann hat es nicht gereicht", scherzt Müller. Sein Interesse an der Ausrüstung der Einsatzkräfte sei aber bis heute erhalten.

Jedes Modell ist eine Einzelanfertigung

Seine Leidenschaft begann vor mehr als 40 Jahren, als er in einem Spielwarengeschäft einen Feuerwehrwagen entdeckte. "Die ursprünglichen Bausätze habe ich Laatzen-spezifisch umgebaut", erinnert sich Müller. "Das sind alles Einzelanfertigungen, die gibt es so nicht zu kaufen." Auch viele große Fahrzeuge passen die Hersteller den Wünschen und Bedürfnissen der jeweiligen Feuerwehren an.

"Jedes Mal, wenn ein neues Fahrzeug ausgeliefert wird, komme ich zum Gerätehaus", berichtet Müller. In der Halle wird es vermessen und von allen Seiten abfotografiert. "Ein Auto, das mit Allradantrieb ausgeliefert wird, ist zum Beispiel etwa höher. Auch der Radstand kann variieren. Das muss auch bei den Modellen stimmig sein." Für seine Miniaturen müsse er zwar Kompromisse eingehen, "ich versuche aber, das alles so originalgetreu wie möglich zu machen." 

Gebastelt wird im roten Zimmer

Nachdem Vermessen und Fotografieren geht es in das sogenannte rote Zimmer. "So nennt meine Frau meine Bastelwerkstatt", sagt Müller lachend. Schließlich sei der Raum mittlerweile voll mit roten Einsatzfahrzeugen.

Fast alle Besonderheiten würden bei den Nachbauten berücksichtigt. Manchmal muss Müller sogar die Länge der Fahrzeugbausätze an das Original anpassen. "Die Plastikplatten werden vermessen, zugeschnitten, neu verklebt und lackiert. Da geht es manchmal um Millimeter." Deshalb besorgt sich der Bastler von einem Fahrzeug mitunter zwei Bausätze, aus denen dann das Endmodell entsteht. Selbst Schriftzüge und Logos finden auf seinen Miniaturen Platz. Diese Aufkleber lässt er originalgetreu anfertigen.

Mehr als 2000 Modelle hat Müller über die Jahre gebaut - darunter auch etwa 90 Prozent der Fahrzeuge der Feuerwehr Hannover. Für seine Sammlung hat der Bastler auch sämtliche Fahrzeuge der Laatzener Feuerwehr nachgebaut, die seit den Fünfzigerjahren ausgeliefert wurden. Dazu gehören neben Autos auch Anhänger und das Feuerwehrboot.

"Die Drehleiter war besonders schwierig"

Bis zu 90 Stunden bastelt Müller an jedem Modell. Besonders schwierig sei die Arbeit an der neuen Drehleiter der Feuerwehr gewesen. Insbesondere die vielen Schriftzüge am Auto hätten ihm zu schaffen gemacht. "Je schwieriger es ist, desto größer ist aber auch der Reiz." Nur auf eines verzichtet der Laatzener gern: Gleiche Fahrzeuge mehrmals zu bauen. Autos wie der Mercedes Sprinter würden bei mehreren Laatzener Ortsfeuerwehren als Mannschaftswagen eingesetzt. Sie unterscheidet sich oft nur durch das Ortswappen. "Es ist mir dann doch etwas zu albern, für jede Ortsfeuerwehr das gleiche Auto zu bauen."

Von drei Vierteln seiner Modelle hat sich Müller mittlerweile getrennt - auch aus Platzmangel. Die rund 50 Miniaturen der Laatzener Einsatzfahrzeuge hat der 72-Jährige jetzt ebenfalls abgegeben. Sie werden künftig als Dauerleihgabe in einer Vitrine im Gerätehaus der Ortsfeuerwehr Laatzen am Stankt-Florian-Weg zu sehen sein.

"Wir freuen uns riesig darüber, das ist eine ganz tolle Sache", sagte Ortsbrandmeister Klaus Wichmann jüngst bei der Übergabe: "Die Modelle sind ein echter Hingucker." Insbesondere Kinder freuten sich über die Modelle - das hätten schon die ebenfalls von Fred Müller gestalteten Dioramen mit Einsatzszenen im Miniaturformat zeigen, die seit einiger Zeit im Gerätehaus ausgestellt sind. Aber auch bei die alteingesessenen Kameraden sorgten die Modelle immer wieder für Gesprächsstoff. "Man unterhält sich darüber, auf welchen Fahrzeugen man früher selbst zu den Einsätzen gefahren ist", sagt Wichmann.

Tag der offenen Tür im August

Wer sich die Miniaturfahrzeuge ansehen will, kann sich Samstag, 12. August, vormerken. Ab 11 Uhr lädt die Ortsfeuerwehr Laatzen dann zum Tag der offenen Tür an den Stankt-Florian-Weg ein.

doc6ul64yzntkg5x3pihth

Fotostrecke Laatzen: Bastler überreicht Feuerwehr 50 Miniaturfahrzeuge

Zur Bildergalerie

Von Daniel Junker

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6w9mydl6s5e1g1kn4ebl
Ein neuer Kran für Laatzens Skyline

Fotostrecke Laatzen: Ein neuer Kran für Laatzens Skyline