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Behinderte dürfen in der Ratspolitik mitreden

Laatzen Behinderte dürfen in der Ratspolitik mitreden

Seit Jahren fordert der Initiativkreis Menschen mit Behinderung in Laatzen die Einstellung eines Behindertenbeauftragten für Laatzen. Jetzt hat die Gruppe zumindest einen Teilerfolg errungen: Der Rat hat zwei Mitglieder als Berater in seinen Fachausschüssen ernannt.

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Christina Tietze und Achim Wenger vertreten die Interessen behinderter Menschen künftig in den Ratsgremien.

Quelle: Dorndorf

Laatzen. Wenn es im Rat um Entscheidungen zu gesellschaftspolitischen Fragen und zur Stadtentwicklung geht, sitzen Christina Tietze (64) und Achim Wenger (75) künftig mit am Tisch. In seiner jüngsten Sitzung hat die Rat der Stadt das Duo zu beratenden Mitgliedern in zwei Fachausschüssen benannt. Tietze darf künftig im Stadtentwicklungsausschuss mitreden, Wenger im Ausschuss für Gesellschaft, Sport und Soziales.

"Da wir in Laatzen keinen Behindertenbeauftragen haben, müssen wir an anderer Stelle auf die Belange von Menschen mit Behinderung aufmerksam machen", sagt Tietze, die als Rollstuhlfahrerin selbst gehbehindert ist. Gerade im Stadtentwicklungsausschuss gebe es viele Themen, die diese Gruppe besonders betrifft, ergänzt der Sprecher der Gruppe Olaf Lichy - etwa beim Ausbau von Straßen und der Einführung von Leitlinien nach Umbauten. "Ein großes Problem ist auch die Zugänglichkeit von öffentlichen Gebäuden", ergänzt er.

Tietze will deshalb beispielsweise versuchen, die Stadtbücherei besser erreichbar zu machen. Problematisch seien insbesondere die schweren Außentüren des Leine-Center-Eingangs, der der Stadtbücherei gegenüberliegt - Tietze schlägt dafür Automatiktüren vor. Parallel bemüht sich der Initiativkreis derzeit um ein Leitsystem für Sehbehinderte im Leine-Center.

Konkrete Themen für die Mitarbeit im Gesellschaftsausschuss habe der Initiativkreis bislang noch nicht. "Es geht es erst einmal darum, sich einzuarbeiten", sagt Lichy, der als Sehbehinderter und Ratsherr der CDU auch Mitglied im Schulausschuss ist.

Die Forderung nach einem Behindertenbeauftragten will der Initiativkreis unterdessen weiter verfolgen. "Es bleibt dabei, die Ausschussbesetzungen sollen nur ein Zwischenschritt sein", sagt Lichy, der das Ziel auch als Ratsherr verfolgt. "Es muss im Rathaus jemanden gegen, der sich konkret damit befasst, das Verwaltungswissen hat und die Gesetze lesen kann", meint Lichy. Die Mehrheitsgruppe SPD/Grüne/Linke lehnt die Einstellung eines Beauftragten hingegen ab - so wie auch Bürgermeister Jürgen Köhne.

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