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Bei Laatzens Schülern reicht's für Rot-Rot-Grün

Laatzen Bei Laatzens Schülern reicht's für Rot-Rot-Grün

Laatzen hat gewählt - zumindest die Unter-18-Jährigen: Am Freitag waren Laatzens Kinder und Jugendliche dazu aufgerufen, an der U18-Bundestagswahl teilzunehmen. Das Ergebnis: Die CDU liegt zwar bei den Jüngeren vorne, es würde aber zugleich für eine rot-rot-grüne Mehrheit reichen.

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Daniel (15) nimmt an der Jugend-Bundestagswahl in der Albert-Einstein-Schule teil, wo Ilse Engelke (vorne rechts) und Bianca Wagner die Stimmzettel ausgeben.

Quelle: Dorndorf

Laatzen. 546 Schüler haben an der U-18-Wahl in Laatzen mitgemacht - entsprechend zufrieden zeigte sich Ludger Oldeweme von der Stadt Laatzen, die die Wahl organisiert hat. "Viele haben gesagt, dass sie es klasse finden, endlich auch mal gefragt zu werden", berichtet Oldeweme von den Gesprächen vor den drei Wahllokalen in der Albert-Einstein-Schule, dem Erich-Kästner-Schulzentrum und dem Kindertreff Quatschkiste. Aufgerufen hatte zu der bundesweiten Aktion unter anderem das Kinderhilfswerk und das Bundesfamilienministerium.

Bei den Zweitstimmen lag die CDU mit 30,15 Prozent der Stimmen klar vorne, gefolgt von der SPD (24,53 Prozent) und den Grünen, die mit 16,3 Prozent weit vor den Prognosen der Erwachsenen-Bundestagswahl am Sonntag liegen. Knapp ins Parlament schaffen würden es auch die FDP und die Linke, während die AfD mit 4,68 Prozent knapp an der Fünf-Prozent-Hürde scheitert. Einen Achtungserfolg erzielt die Tierschutzpartei, die auf 4,12 Prozent kommt.

Strukturell wählen Laatzens Jugendliche links: Bei Berücksichtigung der Fünf-Prozent-Hürde würde es in Laatzen für eine Koalition von SPD, Grünen und Linken reichen. Möglich wären aber auch eine Große Koalition und ein Jamaica-Bündnis von CDU, Grünen und FDP.

Eine Überraschung ist die Verteilung der Erststimmen. Ginge es nach Laatzens Jugendlichen, würde die CDU-Kandidatin Maria Flachsbarth mit 190 Stimmen den Wahlkreis gewinnen - und dies, obwohl Konkurrent Matthias Miersch (SPD) nicht nur in Laatzen wohnt, sondern sogar selbst die Albert-Einstein-Schule als Schüler besucht hat. Miersch kam auf 167 Stimmen, gefolgt von Roland Panter (Grüne, 70 Stimmen), Jessica Kaußen (Linke, 31) und Harald Klotz (FDP, 16), Sabine Barbara Ehrke (AfD, 13), Gerhard Posywio (Piraten, 11) und Beate Julitta Lange (Freie Wähler, 5).

In dieser Woche werden Laatzens Schüler erneut zu den Wahlurnen gerufen: An beiden Schulzentren hat am Montag die sogenannte Juniorwahl begonnen, an der alle nicht volljährigen Schüler ab Klasse 7 wählen. Organisiert wird sie von den Schulen selbst. Absicht war diese Doppel-Wahl indes nicht: Stadt und Schulen hätten sich hinsichtlich der Organisation zu spät abgestimmt, heißt es bei den Beteiligten.

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Ergebnis der U18-Wahl in Laatzen (Zweitstimmen)

Quelle: Quelle: Stadt Laatzen
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