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Rote-Karte-Scheibe zurück im Schützenhaus

Rethen Rote-Karte-Scheibe zurück im Schützenhaus

„Wir wollen sie wieder ins Schützenhaus holen!“ So lautere der Vorsatz der Schützengesellschaft Rethen, die am Sonnabend im Schützenhaus ihren alljährlichen Spaßwettkampf gegen die Freiwillige Feuerwehr Rethen austrug. Gemeint war die Rote-Karte-Scheibe. Und die Schützen waren siegreich.

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Die Schützengemeinschaft (SG) Rethen kann die Rote-Karte-Scheibe zurückerobern.

Quelle: Kerstin Wollenweber

Rethen. Seit 2009 treten die beiden Organisationen in nicht ganz ernst gemeinten Wettkämpfen einmal jährlich gegeneinander an. Ihren Namen verdankt die Veranstaltung den Roten Karten, die die Schützen beim Schützenfest an Mitglieder verteilen, die die Regeln nicht einhalten. Teilweise mit voller Absicht, wie Jürgen Paduch, langjähriger Jugendleiter und selbsternanntes Mädchen für alles, lachend erklärt. So kamen beispielsweise einmal die männlichen Schützen in Röcken. Zur Gaudi der Anderen und mit Roten Karten prämiert. Verspätetes Erscheinen oder Fehler in der Uniform reichen auch aus. Diese Karten müssen ausgelöst werden und aus diesem Erlös wird das jährliche Spaßfest finanziert.

In diesem Jahr fand es im Schützenhaus an der Koldinger Straße statt. Um 15 Uhr traf man sich zu Kaffee und selbstgebackenem Kuchen. Dann wurden zwei gemischte Gruppen ausgelost, die jeweils von einem Mitglied der Schützen und einem der Feuerwehr angeführt wurden. Wegen des mehr als bescheidenen Wetters wurden die Wettkämpfe kurzerhand nach drinnen oder unter die Überdachung verlegt.

Der Schießwettbewerb mit dem Luftgewehr war noch die alltäglichste Übung. Als zweites hatte sich Jürgen Paduch den Vogelpicker ausgedacht. Die Kandidaten stellten sich hinter einer Linie auf und ließen einen Holzvogel, der an einer Schnur befestigt war, auf eine Zielscheibe schwingen. Der Schnabel des Vogels, mit einem Nagel gespickt, durchstach die Zielscheibe und erzielte so möglichst viele Punkte. Beim dritten Spiel hatten die Wettkämpfer Holzklötze an einer Schlinge möglichst hochpunktig in ein Zielgestänge am Boden zu werfen. Das vierte Spiel hatte sich die Feuerwehr ausgedacht, eine Art modifizierte Montagsmaler.

Je Mannschaft wurden Teams zu je fünf Mitgliedern gebildet. Vier davon saßen um einen Tisch mit aufgeschütteten Duplo Steinen. Der fünfte Spieler saß mit dem Rücken zum Tisch, konnte also nicht sehen, was seine Kameraden vor sich hatten. Er bekam Abbildungen mit Gebäuden vorgelegt, die die Mitspieler nach seinen Anweisungen mit den Lego Steinen nachbauen mussten, ohne sie selbst gesehen zu haben. Kerstin Wollenweber, deren Urgroßvater den Schützenverein mitgegründet hat, ist ganz stolz: „Das hat gut funktioniert. Wir haben vier Gebäude geschafft.“

Am Ende standen die Sieger fest. Die Rote-Karte-Scheibe wechselt nach zwei Jahren vom Feuerwehrhaus ins Schützenhaus. Dort wird sie hängen, bis im kommenden Jahr wieder um sie gekämpft wird. Die SG Rethen hatte mit 1913 erzielten Punkten vor 1854 Punkten bei der Feuerwehr diesmal die Nase vorn. Einzelsieger bei den Schützen war Wolfgang Hampel, bei der Feuerwehr war Wolfgang Rücker der Beste. Bei selbstgemachten Salaten, Steaks und Bratwurst wurde bis in die Nacht gefeiert.

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Von Andrea Weber

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