Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Von wegen Sommerspiel: Petanque bei nur vier Grad

Rethen Von wegen Sommerspiel: Petanque bei nur vier Grad

Die Kälte macht ihnen nichts aus. Manche der Spieler tragen noch nicht einmal eine Jacke. Bei 4 Grad fröstelt auf dem Platz des TSV Rethen kaum einer. Was die Männer und Frauen beim Glühweinturnier der Petanque-Abteilung warm hält, sind silberne Kugeln und die Jagd auf das sogenannte Schweinchen.

Voriger Artikel
Reiterinnen stimmen aufs Weihnachtsfest ein
Nächster Artikel
Balkon steht in Flammen

Petanque macht auch im Dezember Spaß: Wolfgang Mohrlüder zielt und wirft.

Quelle: Stephanie Zerm

Rethen. Christa Musilak konzentriert sich. Sie streckt den Arm aus, zielt und wirft. Die silberfarbene Kugel kullert langsam neben eine kleinere gelbe. „Nah dran, aber noch nicht nah genug“, sagt Uwe Taubel.

Bei dem Spiel geht es darum, mit seinen Kugeln so nah wie möglich an die kleinere gelbe Kugel, das Schweinchen, heranzukommen. Je mehr Kugeln ein Team in der Nähe des Schweinchens platzieren kann, desto mehr Punkte gibt es. „Dabei werden auch die Kugeln des Gegners weggeschossen“, erklärt Uwe Taubel.

Insgesamt sind 42 Männer und Frauen zum Glühweinturnier der Petanque-Abteilung des TSV Rethen gekommen. Das offene Turnier veranstalten die Spieler seit fünf Jahren kurz vor Weihnachten. Zum Aufwärmen gibt es Glühwein und heißen Kakao. „Wir möchten zeigen, dass unser Sport in der kalten Jahreszeit nicht in den Winterschlaf fällt“, sagt Taubel. Gespielt werde das ganze Jahr über. Dazu haben die Kugelwerfer auf der Anlage des TSV vor drei Jahren 18 Petanque-Plätze gebaut. Zur besseren Sicht werden diese von einer Flutlichtanlage hell erleuchtet. Zurzeit hat die Abteilung rund 60 Mitglieder und vier aktive Mannschaften. Die erste tritt in der Landesliga zu Turnieren an. Die drei weiteren spielen in der Bezirksliga.

„Heute ist es doch warm“, sagt Taubel grinsend und erzählt: „Wir spielen auch bei Schnee und Eis.“ Nur bei starkem Sturm und Regen würden Spiele kurz unterbrochen. Der Altersdurchschnitt der Spieler liegt bei etwa 50 Jahren. Der Jüngste ist 17 und die ältesten über 70. „Aber eines ist ihnen allen gemeinsam: Gewinnen will jeder.“

Wer sich für das Spiel interessiert, kann dienstags und donnerstags ab 17 Uhr sowie sonntags ab 10 Uhr zum Schnuppertraining auf die Anlage des TSV Rethen kommen.

Von Stephanie Zerm

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Laatzen-Seite der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung
doc6sm4a1uz68yn2aqscj1
Stehende Ovationen zum Finale der "Böhmischen"

Fotostrecke Laatzen: Stehende Ovationen zum Finale der "Böhmischen"