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Beim Karneval bei St. Oliver geht's hoch her

Laatzen-Mitte Beim Karneval bei St. Oliver geht's hoch her

Zahlreiche Besucher haben am Sonnabend beim mittlerweile schon traditionellen Karneval der katholischen Männergemeinschaft St. Oliver einen vergnüglichen Abend erlebt. Höhepunkt war die Aufführung von Schneewittchen, bei der Pfarrer Thomas Berkefeld die Hauptfigur mimte.

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Die katholischen Männergemeinschaft St. Oliver feiert mit viel Freude ihren Karneval. 

Quelle: Daniel Junker

Laatzen-Mitte. Katzen und Zwerge, Elche und Rocker, Prinzessinnen und sogar Sträflinge haben am Sonnabend das Gemeindehaus der St. Oliver-Kirchengemeinde in Laatzen-Mitte bevölkert. Allerdings handelte es sich nicht um eine Okkupation der geistlichen Stätte - statt dessen waren wieder die Jecken der katholischen Männergemeinschaft los. Im gut gefüllten Saal feierten die bunt verkleideten Mitglieder bis tief in die Nacht ihren Karneval.

Zum Auftakt begrüßten Sitzungspräsident Christian Rau und gleich danach das diesjährige Prinzenpaar die Besucher - und es wurde im Laufe des Abends immer deutlicher, dass ihre Lieblichkeit Stella I. und seine Tollität Alfred I. sehr viel Freude an dem Abend hatten. Vom Podium aus verteilte Stella viele Küsschen an die Beteiligten - machmal sogar schneller, als der Sitzungspräsident gucken konnte. "Was, Du bist schon fertig?", fragte Rau am späteren Abend unter dem Lachen der Zuschauer, als er Stella zur Dankesgeste auffordern wollte. Die Prinzessin hatte ihre Aufgabe da aber schon längst erledigt. Auch Prinz Alfred erlebten die Besucher den ganzen Abend lang mit einem breitem Lächeln auf den Lippen - obwohl er im Vorfeld der Veranstaltung noch mitgeteilt hatte, dass ihm das Reden vor so vielen Leuten eigentlich nicht so sehr liegt.

Das Programm ließ ebenfalls nur wenige Wünsche offen. So unterhielten Peter Braun und Burkhard Kindel  die Besucher als Hofmusikanten überaus gut mit ihren Gesangseinlagen,. Dabei texteten die beiden sogar Udo Jürgens' "Griechischer Wein" auf "Männerverein" um. Auch die Büttenrede von Heidi Könnecke kam gut an. Als "Sechs flotte Falter" machten Christine Braun, Angela Heinemann, Brigitte Hüther, Marga Kronenbürger, Thea Larese und Marika Strecker ihrem Wunsch nach maskulinem Beistand Luft. "Oh Heiliger, vergiss uns nicht, such uns einen Mann / Du unsere letzte Hoffnung bist, wir flehen Dich an", skandierten die Frauen unter dem Johlen der Besucher ins Mikrofon.

Viel Applaus und Zugabenrufe erntete auch Gabriele Hübner für ihre Rede als Frau Meier, bei der sie unter anderem einen Lobgesang auf das gute alte Telefon abhielt - das grüne natürlich, mit Wählscheibe und Gabel. "Das graue war uns zu langweilig, das orange wollten wir nicht. Das können wir ja vielleicht in 20 Jahren nicht mehr leiden." Für einen fröhlichen Abschluss sorgte schließlich das Männerballett.

Pastor Berkefeld wird zum Schneewittchen

Nach einer Tanzpause startete nach 22 Uhr die letzte Programmrunde mit einer Besonderheit. Unter der Begleitung von sieben jungen Zwergen traten Regionaldiakonin Martina Teipel als Königin und Pfarrer Thomas Berkefeld als Schneewittchen vor das vor Freude tobende Publikum. Teipel hatte sich eine lilafarbene Perücke aufgesetzt, Berkefeld trat mit schwarzem langen Haar und sogar im Kleid vor seine Gemeinde. "Der Hofmeister soll Schneewittchen im Marktteich vor dem Leine-Center versenken", forderte Königin Teipel, nachdem der Spiegel diese zur Hübschesten im Lande erklärte. Schließlich überreichte sie Schneewittchen dann aber doch den vergifteten Apfel. Wachgeküsst wurde Schneewittchen schließlich - wie sollte es anders sein - von Prinz Albert I.

Die Initialzündung für die Aufführung war bereits im vergangenen Jahr im Zuge der Fahrt zum Weltjugendtag nach Krakau gefallen. Neben den Jugendlichen waren auch Teipel und Berkefeld dabei. Dabei kam die Idee zustande, dass Berkefeld beim Karneval Schneewittchen spielen solle, verriet eine Betreuerin am Rande der Karnevalsfeier. "Der Pfarrer hat gesagt, er macht mit, wenn wir genügend Jugendliche als Zwerge zusammenbekommen." Berkefeld habe erreichen wollen, dass wieder mehr Jugendliche zum Karneval kommen. Das hat offenbar geklappt.

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Von Daniel Junker

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